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Wacker-Chemie-Chef Hartel : „Wir jammern zu viel in Europa“

Wacker-Chemie-Werk in Nünchritz Bild: dpa

Die hohen Gaspreise seien weiter „absolut herausfordernd“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Münchner Spezialchemiekonzerns. Die Abkehr von fossilen Energien böte gleichzeitig große Chancen.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Die Chemieindustrie ist eine der energieintensivsten Branchen überhaupt. Gas ist für die Produktion essenziell. Die Chemieindustrie war es deshalb auch, die sich angesichts einer drohenden Gasmangellage in den vergangenen Monaten besonders laut zu Wort gemeldet hatte. „Die Situation ist nach wie vor absolut herausfordernd. Das sollten wir nicht vergessen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Münchner Spezialchemiekonzerns Wacker Chemie, Christian Hartel, im Gespräch mit der F.A.Z. Es sei der Politik aber trotz aller anfänglicher Diskussionen gelungen, die hiesigen Gasspeicher zu füllen, so dass man in einer resilienteren Situation sei als noch vor einigen Monaten.

          Ilka Kopplin
          Wirtschaftskorrespondentin in München.

          Dennoch: „Bis zum nächsten Winter muss noch viel passieren“, betonte Hartel. Zwar lande erstes Flüssiggas in Deutschland an, aber das werde nicht das Volumen aus der Pipeline Nord Stream 1 ersetzen. Zumindest derzeit blickt er jedoch etwas optimistischer auf die Versorgung. „Unsere Gasversorgung, insbesondere am größten Standort in Burghausen, verläuft bis dato ohne Einschränkungen“, sagte Hartel. Das Risiko größerer Engpässe schätzt der M-Dax-Konzern derzeit als gering ein.

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