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Amerikas Sanktionen : VW zieht sich offenbar aus Iran-Geschäft zurück

  • Aktualisiert am

Schließt VW sich Amerikas Iran-Sanktionen an? Bild: dpa

Amerikas Druck auf europäische Unternehmen zeigt Wirkung: Volkswagen sei bereit, seine Iran-Pläne aufzugeben, sagt Washingtons Botschafter in Deutschland.

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          Volkswagen zieht sich einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge fast vollständig aus dem Iran-Geschäft zurück.  Washington sei es gelungen, den Autohersteller dazu zu bewegen, sich an die amerikanischen Sanktionen gegen das Land zu halten, berichtete die Agentur am Mittwoch unter Berufung auf Amerikas Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, der die Gespräche mit dem Autobauer geführt habe. VW könne „aus humanitären Gründen“ einige Geschäfte in Iran weiterführen.

          Das Weiße Haus und der Autokonzern waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

          „Volkswagen hat uns mitgeteilt, sich an die Sanktionen gegen den Iran zu halten“, zitierte Bloomberg Grenell. Man sei erfreut über diese Entscheidung, weil Iran seine ökonomischen Ressourcen nicht für seine Menschen einsetze, sondern um weltweit Gewalt und Instabilität zu verbreiten.

          VW hatte Iran-Pläne verkündet

          Im Sommer 2017 hatte VW erklärt, nach über 17 Jahren auf den iranischen Markt zurückzukehren. Mit dem lokalen Partner Mammut Khodro sei ein Vertrag geschlossen worden, der zunächst den Import der Modelle Tiguan und Passat vorsehe.

          Die Vereinigten Staaten hatten sich auf Betreiben von Präsident Donald Trump einseitig aus dem internationalen Atomabkommen mit Iran zurückgezogen und Sanktionen gegen das islamistisch geführte Land verhängt, um es zu Neuverhandlungen über ein strikteres Abkommen zu zwingen. Washington droht Unternehmen auch aus der EU, die weiter Geschäfte mit Iran machen, mit Schwierigkeiten auf dem amerikanischen Markt.

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