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Umbau zur E-Mobilität : VW-Werk Emden arbeitet an der Zukunft ohne Passat

Hoffnungsträger für den Nordwesten: Seit Ende Mai läuft in Emden die Serienproduktion des ID 4 Bild: dpa

In Ostfriesland läuft der Bau des einst beliebten Familienautos Passat aus. Umgestellt wird auf neuere Elektroautos. Zwar gibt es Perspektiven, doch Risiken bleiben – auch für den neuen Konzernchef Blume.

          4 Min.

          Das Volkswagen-Werk in Em­den ist die traditionelle Heimat des VW Passat. Seit 1977 wird das meistens als Dienstwagen oder Familienauto genutzte Modell in der ostfrie­sischen Hafenstadt gebaut – doch jetzt geht die Ära ihrem Ende entgegen. Seit Jahren sinken die Absatzzahlen des Fahrzeugs, das hat bange Fragen mit Blick auf die Fabrik und ihre rund 8000 Stamm­beschäftigten aufgeworfen. Mit Beginn der Werksferien ist nun die Fertigung der Passat Limousine ausgelaufen. Kommenden Sommer, spätestens aber im Jahr 2024, ist dann auch für die Kombi-Variante Schluss. Trotz alledem blickt die Belegschaft zuversichtlich nach vorn, denn nach langem Ringen gibt es in Emden neue Perspektiven.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.
          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Rund eine Milliarde Euro hat der VW-Konzern in den vergangenen beiden Jahren investiert, um das Werk im äußersten Nordwesten Deutschlands auf E-Mobilität umzurüsten. Seit Ende Mai läuft nun in der neu errichteten Halle 20 die Produktion des Mittelklasse-SUV ID 4. Im Rahmen eines Besuchs von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat VW kürzlich Einblick in die neuen Abläufe ge­währt, deren Aufbau die Belegschaft mit der ihr eigenen ostfriesischen Ruhe und Gelassenheit vorantreibt – unbeeindruckt durch alle Führungsturbulenzen in der Wolfsburger VW-Zentrale.

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