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VW-Vorständin Hiltrud Werner : „Winterkorn kann fahrlässige Pflichtverletzung vorgeworfen werden“

Ist bereit über ihren jetztigen Vertrag hinaus im VW-Vorstand zu bleiben: Hiltrud Werner. Bild: AFP

Hiltrud Werner, Vorständin für Recht und Integrität bei Volkswagen, spricht über das Ende der internen Dieselermittlungen und darüber, welche Rolle sie bei der Transformation des Autokonzerns spielen will.

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          Frau Werner, auf der Hauptversammlung von VW in der vergangenen Woche mussten Sie als Vorstand für Recht und Integrität über Stunden Fragen zum Dieselskandal beantworten. Das wirkte sehr routiniert, aber nicht wie ein lebendiger Dialog mit den Aktionären.

          Carsten Germis
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Ein Grund für Ihren Eindruck ist sicher, dass wir die Hauptversammlung wegen der Corona-Pandemie zum zweiten Mal virtuell veranstalten mussten. Für lebendige Debatten ist das nicht hilfreich. Hinzu kommt, dass unser Aktiengesetz über 50 Jahre alt ist. Das Fragerecht der Aktionäre war ursprünglich dafür gedacht, dass diese den Vorstand zu Strategie und Bilanz fragen können oder Antworten bekommen, warum das Unternehmen in dem und dem Markt so oder so agiert. Derartige Fragen werden heute sehr selten gestellt. Es sind fast nur noch Interessenvertreter aktiv, die weniger im Interesse der Kleinaktionäre oder zur Zukunft des Unternehmens fragen, sondern oft an der eigenen Publikumswirksamkeit oder potentiellen Klagen interessiert sind. Der Gesetzgeber muss sich überlegen, wie er im Aktiengesetz wieder einen offenen, ungezwungen Dialog verankert.

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