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Rückzug von VW und Ford : Vollbremsung für selbstfahrende Autos

Testwagen von Argo AI in Austin, Texas Bild: Argo AI via REUTERS

Autonom fahrende Fahrzeuge gelten als Zukunftstechnik. Dass sich der Volkswagen-Konzern nun aus dem damit befassten Start-up Argo AI zurückzieht, ist schmerzhaft, bietet aber auch Chancen.

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          Ford und Volkswagen ziehen sich aus dem Start-up Argo AI zurück und schreiben Milliarden auf ihre Beteiligung ab, mit der sie autonome Mobilitätsdienste in die Städte bringen wollten. Mit dieser Nachricht sorgen die Unternehmen für Aufsehen, denn sie wirft ein Schlaglicht auf Probleme in der technischen Entwicklung.

          Schon lange ist klar, dass die oberen Stufen des automatisierten Fahrens, „Level 4“ und höher, nur mit viel größerem Aufwand zu schaffen sind als zunächst gedacht. Weitere Milliarden müssen investiert werden, mit dem Risiko, dass Konkurrenten wie Google schneller vorankommen und die eigenen Systeme am Ende nicht wettbewerbsfähig sind.

          Ford beschränkt sich nun auf weniger anspruchsvolle Ziele und will die Technologie notfalls zukaufen. VW hingegen kämpft weiter, wenn auch mit anderem Partner.

          Trotz aller Turbulenzen birgt das Ende von Argo AI für die Wolfsburger auch Chancen. Eine vertiefte Partnerschaft mit dem Spezialisten Mobileye, der nun offenbar die Lücke füllen soll, wird helfen, stärkere Synergien zu heben. Denn dieser Partner ist schon heute tief in die Entwicklung von VW und seiner Softwaresparte Cariad integriert, anders als Argo AI, dessen Arbeit parallel lief und wenig Überschneidungen brachte.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

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