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Wegen Chipmangels : Wieder Kurzarbeit bei VW und Daimler

  • Aktualisiert am

Golf-Produktion im VW-Werk in Wolfsburg Bild: dpa

Halbleitermangel und kein Ende in Sicht: In einigen Werken der Autokonzerne Volkswagen und Daimler kommt es ein weiteres Mal zu Arbeitsausfällen.

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          Wegen des branchenweiten Chipmangels schalten Volkswagen und Daimler in einigen ihrer Werke wieder auf Kurzarbeit. „Es kommt zu Kurzarbeit in der Tiguan-, Touran- und Tarraco-Fertigung sowie in der Golf-Fertigung in Spät- und Nachtschicht“, erklärte ein VW-Sprecher auf Anfrage zu dem Vorgehen im Stammwerk in Wolfsburg in der kommenden Woche. Die Frühschicht der Golf-Fertigung produziere weiter.

          Betroffen ist nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa insbesondere ein Teil der Beschäftigten, die in der Fertigung – etwa in der Montage, beim Karosseriebau, in der Lackiererei oder bei der Wagenfertigstellung – arbeiten. Auch in angrenzenden Bereiche komme es teilweise zu Arbeitsausfällen. Grund seien Versorgungsengpässe und damit verbundene unkontrollierbare Störungen der Lieferbeziehungen aus direkt oder indirekt von dem Coronavirus betroffenen Ländern und Regionen.

          Chipproduzenten haben neue Abnehmer

          Daimler hat angesichts der Lieferengpässe schon diese Woche erneut Tausende Mitarbeiter an zwei deutschen Standorten in die Kurzarbeit geschickt. Eine Daimler-Sprecherin sagte, betroffen seien die Fabriken in Bremen und Rastatt. Zu den Auswirkungen könne keine Vorhersage getroffen werden. Konkrete Zahlen nannte Daimler nicht. Die Kurzarbeit sei zunächst bis zum Ende der Woche beantragt, erstrecke sich aber jeweils nicht auf die gesamten Standorte. In Bremen sei ein Großteil der Beschäftigten betroffen, in Rastatt gehe es um Teilbereiche. Zuvor hatten die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ darüber berichtet.

          Im Bremer Werk sind mehr als 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, in Rastatt rund 6500. Schichtstreichungen gibt es nach Daimler-Angaben in dieser Woche darüber hinaus im Werk im ungarischen Kecskemét, in dem etwa 4700 Menschen arbeiten. Die Mitarbeiter dieser drei und weiterer Daimler-Standorte waren in den vergangenen Monaten vorübergehend immer wieder in die Kurzarbeit geschickt worden.

          Hintergrund sind weltweite Probleme beim Nachschub von Elektronik-Chips, wegen der zahlreiche Autokonzerne weltweit ihre Produktion gedrosselt und Mitarbeiter zum Teil in Kurzarbeit geschickt haben.  Die Halbleiter-Bauteile stecken in zahlreichen Elektroniksystemen. Die Nachfrage aus der Autoindustrie war jahrelang gestiegen, brach dann aber in der Corona-Krise zunächst ein. Die Chipproduzenten fanden neue Abnehmer, etwa aus der IT, Unterhaltungselektronik oder Medizintechnik.

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