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VW und Diconium : VW will das Auto zum Smartphone auf Rädern machen

VW wird digital: Das Verwaltungshochhaus des Volkswagen-Werks. Bild: dpa

Der Volkswagen-Konzern steigt mit 49 Prozent beim Stuttgarter Digitalspezialisten Diconium ein. Für VW ist der Einstieg ein wichtiger Schritt in Richtung digitaler Elektroautos.

          3 Min.

          Volkswagen steigt beim Stuttgarter Digital-Unternehmen Diconium ein. Der Wolfsburger Autokonzern erwirbt 49 Prozent der Anteile an der inhabergeführten Firma, die Vertriebsplattformen für digitale Produkte entwickelt. Für VW ist der Einstieg ein wichtiger Schritt in der Strategie, mit dem Verkaufsstart seiner neuen Elektroautos der I.D. Familie von 2020 an auch umfassend digitale Dienste im vernetzten Auto anzubieten. Diconium, 1995 in Stuttgart gegründet, hat rund 800 Mitarbeiter in Deutschland, Portugal, Indien und den Vereinigten Staaten. „Es ist eine ganz wesentliche Frage, wie wir unsere digitalen Geschäftsmodelle gestalten müssen, um erfolgreich zu sein“, sagte der Leiter für die digitalen Geschäfte der Marke VW, Christoph Hartung, FAZ.NET.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Im Kern geht es darum, im digital vernetzten Auto attraktive Plattformen für E-Commerce aufzubauen. Dafür sei viel Kompetenz notwendig, heißt es in Wolfsburg. Aus eigener Kraft kann VW das bislang nicht stemmen. Die Beteiligung an Diconium ist damit Teil der Strategie des Konzerns, sich bei der Digitalisierung wichtiges Know-how hinzuzukaufen. „Dort arbeiten Menschen, die Digitalisierung wirklich verinnerlicht haben“, sagte Hartung über die neuen Partner.

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