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Aussage vor Managern : VW-Chef Diess bedauert „Ebit macht frei“

  • Aktualisiert am

VW-Chef Herbert Diess entschuldigt sich für seine Aussage. Bild: EPA

VW-Chef Herbert Diess sorgt mit einer Äußerung vor Managern für Wirbel. Sein Satz „Ebit macht frei“ erinnert an einen Spruch der Nationalsozialisten. Jetzt entschuldigt er sich für die Aussage.

          VW-Chef Herbert Diess hat Manager des Konzerns mit dem Satz „Ebit macht frei“ auf straffe Gewinnziele eingeschworen und sich damit Ärger eingehandelt. Diess hatte den Ausspruch im Zusammenhang mit der operativen Rendite verschiedener Konzernmarken verwendet – die Wortwahl erinnert an den Schriftzug „Arbeit macht frei“, den die Nationalsozialisten an den Toren mehrerer Konzentrationslager angebracht hatten. Am Dienstag entschuldigte sich der VW-Chef für den Satz, der bei einer internen Veranstaltung gefallen war.

          „Es war in keiner Weise meine Absicht, diese Aussage in einen falschen Zusammenhang zu setzen“, sagte Diess am Mittwoch. „Dass diese Möglichkeit besteht, daran habe ich in diesem Moment nicht gedacht.“ Über die Wortwahl und die anschließende Entschuldigung hatte zuvor das „Manager Magazin“ berichtet.

          „Ebit“ bezeichnet eine betriebswirtschaftliche Gewinnkenngröße (earnings before interest and taxes – Gewinn vor Steuern und Zinsen). Darauf habe sich seine Aussage bezogen, sagte Diess. „Im Volkswagen Konzern gibt es Marken mit unterschiedlich hoher operativer Rendite. Marken mit einer hohen Rendite verfügen erfahrungsgemäß über eine höhere Entscheidungsfreiheit im Konzern“, erklärte der Manager. Derzeit forciert Diess einen Sparkurs unter anderem bei der VW-Kernmarke VW Pkw und dem Tochterunternehmen Audi, um Geld freizumachen für Investitionen in Elektromobilität und andere Technologien.

          „Tatsächlich war es eine sehr unglückliche Wortwahl, und falls ich damit unbeabsichtigt Gefühle verletzt haben sollte, tut mir das außerordentlich Leid. Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen“, sagte Diess.

          Ein VW-Sprecher verwies darauf, dass der Konzern auch aus der eigenen Historie heraus seit Jahrzehnten Erinnerungsarbeit rund um die Diktatur der Nationalsozialisten leiste. Der Konzern wurde 1937 von den Nazis unter anderem mit enteignetem Gewerkschaftsvermögen gegründet. Auf dem Werksgelände wurden auch Zwangsarbeiter eingesetzt.

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