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VW bildet Programmierer aus : Ideen sind gefragt

Gerade Mittelständler sollten in die Rekrutierung über die Sozialen Medien investieren. Bild: dpa

Die große Nachfrage nach Programmierern kommt erst noch. Deshalb müssen sich Unternehmen jetzt schon kreative Rekrutierlösungen einfallen lassen – insbesondere der Mittelstand.

          Ein wichtiger Schlüssel für die Frage, wie gut Deutschland und seiner starken Wirtschaft der Sprung in die Digitalisierung gelingt, ist die Verfügbarkeit von geeignetem Personal. Schon jetzt ist der Bedarf hoch, eine fünfstellige Zahl offener Stellen für Software-Spezialisten kann nicht besetzt werden.

          Dabei ist der ganz große Bedarf erst noch zu erwarten, wenn etwa die Autoindustrie die Entwicklung zum autonomen Fahren vollzieht. Deshalb scheint es sinnvoll zu sein, wenn Europas größter Autohersteller Volkswagen sein eigenes Ausbildungsprogramm für Programmierer startet, um die heißbegehrten Fachkräfte frühzeitig an die Marke zu binden.

          Doch was machen Mittelständler, deren Strahlkraft als Arbeitgeber vergleichsweise begrenzt ist, deren Geschäftsmodelle künftig aber ohne Informatikkompetenz ebenfalls nicht mehr funktionieren? Je kleiner ein Unternehmen ist, desto schneller und flexibler muss es beim Werben um Programmierer sein.

          Nur jeder dritte Personalmanager sucht bislang in sozialen Netzwerken nach Personal. Gerade kleine Arbeitgeber können hier mit einer direkten und persönlichen Ansprache eher punkten als ein anonymer Konzern. Zudem wird Projektarbeit wichtiger, um Spezialisten auf Zeit zu engagieren.

          Ideen sind mehr denn je gefragt. Wer über den Preis nicht konkurrieren kann, muss Programmierer auf andere Weise überzeugen.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für Unternehmen.

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