https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/vw-aufsichtsratschef-kleinwagen-werden-erheblich-teurer-15997229.html

VW-Aufsichtsratschef warnt : Kleinwagen werden erheblich teurer

  • Aktualisiert am

Der künftige Volkswagen I.D. wird rein elektrisch betrieben. Bild: EPA

VW-Aufsichtsratschef Pötsch warnt vor stark steigenden Autopreisen. Vor allem bei Kleinwagen sei das heutige Preisniveau nicht zu halten, wenn ein E-Motor eingebaut werden müsse.

          1 Min.

          Volkswagen-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch rechnet wegen des Umstiegs auf Elektroautos mit stark steigenden Preisen für Kleinwagen. „Das heutige Preisniveau ist nicht zu halten, wenn diese Autos mit Elektromotoren ausgestattet werden“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Daher wird es im Kleinwagen-Segment ganz unweigerlich zu erheblichen Preiserhöhungen kommen.“

          Der erste als reiner Elektro-Pkw entworfene VW, das Modell I.D., werde ab 30.000 Euro erhältlich sein, kündigte Pötsch an. Dabei müssten die Kunden aber einige Abstriche hinnehmen. So liege die Reichweite vieler Elektroautos derzeit nur zwischen 300 und 400 Kilometern – deutlich weniger als bei Benzinern oder Dieseln.

          In der vergangenen Woche hatte bereits VW-Vertriebschef Christian Dahlheim vor zunehmenden Autopreisen wegen verschärfter Grenzwerte für den CO2-Ausstoß gewarnt. Er sprach von Steigerungen der Materialkosten in einer Größenordnung von durchschnittlich bis zu 3000 Euro je Fahrzeug. Dies dürfte dann auch auf die Preise im Autohandel durchschlagen.

          Künftig werde sich die Frage stellen, ob sich Menschen mit niedrigem Einkommen noch ein eigenes Auto leisten können, sagte Pötsch. Dies sei bei der Festlegung neuer CO2-Grenzwerte in den Hintergrund geraten. Es gebe aber keine Alternative zum Elektroauto. Volkswagen werde massiv in den Bau von Antriebsbatterien investieren, sagte der Aufsichtsratschef. Bisher unterhält der Konzern auch eine Pilotanlage zur Zellfertigung.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am 8. Februar auf der Regierungsbank im Bundestag, links neben ihm Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)

          Flüchtlingskrise : Weiß es auch der Kanzler nicht?

          Vor dem EU-Gipfel zur Migrationspolitik hätte eine Regierungserklärung wenigstens andeuten müssen, wie Olaf Scholz die Schwierigkeiten bewältigen will, die sich seit Monaten aufgestaut haben. Dazu war nichts zu hören.
          Die gefälschten Titelblätter der Satire-Zeitschriften.

          Russland fälscht Satireblätter : Das ist keine Satire, das ist dumpfe Propaganda

          Die russische Propaganda tobt sich auf einem neuen Feld aus. Sie fälscht Titel von Satireblättern wie „Charlie Hebdo“, „Mad“ und „Titanic“. Die Botschaft lautet: Die Ukrainer seien Nazis und die Europäer hätten die Ukraine-Hilfe satt. Ein Gastbeitrag.

          Erdbeben in der Türkei : „Wir hören Stimmen“

          Während den Rettern die Zeit davonläuft, beginnt der Kampf um die Deutung des Umgangs mit der Katastrophe. An vielen Orten ist noch keine Hilfe angekommen. Die türkische Regierung reagiert dünnhäutig und schränkt Twitter ein.
          Präsident Selenskyj trifft König Charles III. auf Europa-Tour

          Selenskyj in London : Ganz nach britischem Geschmack

          Bei einem Überraschungsbesuch dankt Präsident Selenskyj den Briten – und trägt eine dringende Bitte vor. Dafür erinnert er an die Pilotenkarriere von König Charles und Churchills Befehle im Zweiten Weltkrieg.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.