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Der Hype ist vorbei : Vorwerk stellt Thermomix-Fertigung in Wuppertal ein

  • Aktualisiert am

Das Erfolgsmodell aus dem Jahr 2015: Ein Thermomix TM5 Bild: dpa

Nach einem ausgeprägten Hype um den Thermomix läuft es bei Vorwerk seit Jahren deutlich schlechter. Nun stellt das Unternehmen die Produktion des Geräts in Wuppertal ein und entlässt viele Mitarbeiter. Dafür kommt eine neue Fabrik – in China.

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          Wegen einer gesunkenen Nachfrage in Europa soll die Küchenmaschine Thermomix nicht länger am Sitz des Unternehmens Vorwerk in Wuppertal gefertigt werden. „Die Thermomix-Produktion am Standort Wuppertal läuft voraussichtlich im Dezember 2019 aus“, sagte ein Unternehmenssprecher der „Rheinischen Post“. Demnach will Vorwerk 200 Vollzeitstellen am Stammsitz abbauen, betriebsbedingt soll maximal 85 Menschen gekündigt werden. Einzelne Thermomix-Komponenten sollen in Wuppertal weiter produziert werden – etwa Motoren und Messer.

          Gesamtbetriebsratschef Ralf Hüttemann zufolge gibt es Überkapazitäten in Europa. Wachstumschancen sehe das Unternehmen in Asien. Deshalb soll in China eine neue Thermomix-Fertigung entstehen. Zugleich versicherte der Vorwerk-Sprecher: „Größter Produktionsstandort bleibt weiterhin unser Thermomix-Stammwerk in Frankreich, wo die Geräte für die großen europäischen Märkte gefertigt werden.“ Langfristig sieht der Betriebsratschef durch den Standort in Schanghai auch Chancen für Wuppertal: „Wir hoffen, dass die Produktion in China hochfährt und wir dadurch auch in Wuppertal mehr Motoren und Messer für den Thermomix exportieren können.“

          Nach Jahren mit sehr großem Erfolg lief es merklich schlechter bei dem Unternehmen. Der „Rheinischen Post“ zufolge floppten neue Produkte wie der etwa 650 Euro teure Werkzeugkoffer Twercs und der 600 Euro teure Teekocher Temial. Gleichzeitig gingen die Umsätze mit dem Thermomix und den Kobold-Staubsaugern zurück. Unternehmensberater von Boston Consulting sollen deshalb ursprünglich den Abbau von 700 Stellen in Wuppertal vorgeschlagen haben. Insofern sei man im Betriebsrat froh, dass es nun nur 200 Vollzeitstellen werden sollen.

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