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Vorweihnachtszeit : Verdi weitet Streiks bei Amazon aus

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Bei Amazon wird in der Vorweihnachtszeit gestreikt Bild: AFP

Der 16. Dezember gilt als der umsatzstärkste Tag des Jahres - und beim Versandhändler Amazon wird wieder gestreikt. Betroffen sind diesmal nicht nur die Zentren in Bad Hersfeld und Leipzig. Auch vor der Zentrale in Seattle soll es eine Aktion geben.

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          Beschäftigte des Online-Versandhändlers Amazon haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Montag an mehreren Standorten in Deutschland die Arbeit niedergelegt. Ziel ist ein Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels.

          Zu den betroffenen Standorten gehörten Leipzig, Bad Hersfeld und auch Graben bei Augsburg. „Die Beschäftigten bei Amazon leisten hervorragende Arbeit, die vor Weihnachten in Höchstleistungen ausartet. Da ist es nur recht und billig, dass ein Konzern seinen Mitarbeitern Verbindlichkeit und Sicherheit durch Tarifbindung und angemessene Bezahlung bietet“, erklärte Streikleiter Thomas Gürlebeck in Graben.

          Die Dienstleistungsgewerkschaft rief die Beschäftigten vom frühen Morgen an zu einem ganztägigen Ausstand auf. Zudem reist eine Verdi-Delegation nach Seattle, um vor dem Firmensitz des amerikanischen Branchenriesen zu demonstrieren, wie Heiner Reimann von Verdi Hessen berichtete.

          Amazon lehnt einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels bisher ab und orientiert sich an den günstigeren Konditionen der Logistikbranche. Deswegen kommt es seit dem Sommer deutschlandweit immer wieder zu Streiks. Bei Amazon arbeiten bundesweit rund 9000 Mitarbeiter in acht Versandzentren.

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