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Vorstoß der USA : Kippt der Patentschutz für Impfstoffe?

Aufgezogen: Die Quote der Erstimpfungen in Hessen liegt bei rund 31 Prozent und weiter unter dem Mittel im Bund Bild: dpa

Jetzt plädiert auch Amerika für eine Aufweichung des Urheberschutzes. Dabei ist fraglich, ob dies den Entwicklungs- und Schwellenländern wirklich helfen würde. Und es könnte Folgen für künftige Forschungsausgaben haben.

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          Für die Aktionäre des Mainzer Biotechnologieunternehmens BioNTech war der Donnerstag ein schwarzer Tag. Der Börsenkurs des Impfstoffherstellers sackte um bis zu 18 Prozent nach unten. Auch die Aktien der Rivalen Curevac und Moderna gingen auf Sinkflug. Die Anleger reagierten auf die überraschende Unterstützung der Amerikaner für eine temporäre Aussetzung des Patentschutzes auf Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19. Eine entsprechende Forderung wird seit Monaten in der Welthandelsorganisation (WTO) kontrovers diskutiert.

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
          Ilka Kopplin
          Redakteurin in der Wirtschaft.
          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.
          Johannes Ritter
          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Zu den Befürwortern zählen mehr als hundert Entwicklungs- und Schwellenländer. Sie erhoffen sich einen besseren und schnelleren Zugang zu Impfstoffen. Viele große Industrieländer hielten indes bisher nichts von einer Aufweichung des Patentschutzes. Doch nun bröckelt die Front. Nach der amerikanischen Regierung zeigten sich auch die EU-Kommission und Frankreich gesprächsbereit. Ob es aber wirklich zu einer Einigung unter den 164 WTO-Mitgliedern kommt, ist offen. Ein Ende der Verhandlungen ist derzeit nicht in Sicht.

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