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Umbau im Vorstand : Muss Frank Strauß die Deutsche Bank verlassen?

Deutsche-Bank-Privatkundenvorstand Frank Strauß Bild: Daniel Vogl

Zwischen dem Privatkundenvorstand und Chef Sewing soll es neuerdings persönliche Spannungen geben. Nach F.A.Z-Informationen werden Asien-Vorstand Steinmüller und Finanzvorstand von Moltke aber bleiben.

          Frank Strauß, der Privatkundenvorstand der Deutschen Bank, muss um seinen Posten bangen. Nach Informationen der F.A.Z. könnte der 49 Jahre alte Strauß dem Umbau des Deutsche-Bank-Vorstandes zum Opfer fallen, der voraussichtlich am Sonntag bekannt gegeben wird. Dann dürften auch Investmentbanking-Vorstand Garth Ritchie, dessen Aufgaben wahrscheinlich Bankchef Christian Sewing zusätzlich übernimmt, und Complicance-Vorstand Sylvie Matherat abgelöst werden.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der frühere Eishockey-Profi Strauß war im Jahr 2012 Chef der von der Deutschen Bank gekauften Postbank geworden und hatte seither eng und dem Vernehmen nach auch gut mit Sewing zusammen gearbeitet. Schließlich war Sewing von 2012 bis zu seinem Sprung auf den Vorstandsvorsitz im April 2018 im Vorstand der Deutschen Bank für das Privatkundengeschäft einschließlich der Postbank verantwortlich gewesen. Strauß übernahm dann im April 2018 im Deutsche-Bank-Vorstand die Aufgaben von Sewing.

          Beobachter wollen nun aber wahrgenommen haben, dass zwischen Sewing und Strauß in den vergangenen Wochen vermehrt persönliche Spannungen aufgetreten sind – insbesondere im Zusammenhang mit den gescheiterten Fusionsverhandlungen mit der Commerzbank. Dies wiederum könnte damit zu tun haben, dass im Fall einer erfolgreichen Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank eher Commerzbank-Privatkundenvorstand Michael Mandel und nicht Strauß für das Privatkunden-Ressort in einer fusionierten Bank eingeplant gewesen sein soll.

          Nach Informationen der F.A.Z werden hingegen ungeachtet anderer Gerüchte Asien-Vorstand Werner Steinmüller und Finanzvorstand James von Moltke im Vorstand der Deutschen Bank bleiben. Auf der Aufsichtsratssitzung am Sonntag soll neben der Verkleinerung des Vorstandes darüber hinaus ein Stellenabbau und Kürzungen im Investmentbanking-Geschäft beschlossen werden.

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