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Kommentar : Dreiste Geschenke für Manager

Vorstände von Großkonzernen sollen gerne üppig verdienen. Aber was nicht geht: Nach wenigen Monaten Arbeit Millionen an Abfindung zu bekommen.

          Ein Vorstand eines Großkonzerns soll gerne üppig verdienen, inklusive Risikoprämie. Denn die Verträge laufen oft nur noch drei Jahre, der Druck ist beträchtlich. Wer sein Mandat nicht verlängert bekommt, hat es schwerer, eine neue Position zu finden.

          Dann sind da jene, die vorzeitig aus dem Amt scheiden – de facto meist hinausgedrängt werden. Natürlich pochen sie auf ihre Ansprüche aus der Restlaufzeit des Vertrags. Aber der Öffentlichkeit sind die Fälle nicht zu vermitteln, in denen Vorstände nach wenigen Monaten im Amt millionenschwer Abschied nehmen.

          K+S liefert gerade ein besonderes Beispiel: Dort schieden schon in den vergangenen Jahren zwei Vorstände mit Millionenzahlungen vorzeitig aus. Im November ging ein dritter, Otto Lose – nach elf Monaten im Amt und nach F.A.Z.-Berechnung mit 3,1 Millionen Euro Auszahlung.

          Auf der Zunge zergehen lasse man sich die offizielle Begründung: Lose gehe „vor dem Hintergrund der neuen Unternehmensstruktur“. K+S baut um, die von Lose verantwortete Sparte verschwindet in ihrer jetzigen Form. Nur: Der Umbau geht phasenweise vonstatten, die neue Struktur wird erst 2019 in die Tat umgesetzt. Ende 2019 wäre auch Loses Vertrag ausgelaufen. Der normale Beschäftigte fragt sich: Warum erhält der Manager dann zwei Jahre Geld fürs Nichtstun? Was ist das eigentlich für ein Aufsichtsrat?

          K+S

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          Klaus Max  Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

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