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Vor Ökostrom-Börsengang : Versorger RWE verdient weniger Geld

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Kühltürme im Hintergrund - auch das RWE-Kraftwerk Niederaußem verbleibt in der Muttergesellschaft. Bild: dpa

Der größte deutsche Versorger hat gerade einen Milliardenverlust gemeldet, nun legt die Nummer zwei ihre Zahlen vor. Beide Konzerne haben Ähnliches vor.

          Ein Einbruch im Energie-Handelsgeschäft hat RWE das Halbjahresergebnis verdorben. Das betriebliche Ergebnis fiel um gut sieben Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro ab, wie der Konzern an diesem Donnerstag in Essen mitteilte. Das war schwächer als erwartet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel um 5,5 Prozent auf 3,01 Milliarden Euro.

          Als Hauptgrund gab RWE ein enttäuschendes Handelsgeschäft an, das nach einem starken Jahresauftakt im zweiten Quartal überraschend in die roten Zahlen rutschte. Dagegen konnte der Konzern trotz der niedrigen Strompreise die Talfahrt seiner Großkraftwerke dank Einsparungen vorerst stoppen.

          Für die zweite Jahreshälfte bleibt die Führung vorsichtig: So soll das betriebliche Ergebnis im Gesamtjahr weiter von 3,8 Milliarden Euro in 2015 auf 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro sinken. Als Reaktion auf die wegen der Energiewende wegbrechenden Gewinne bereitet RWE ganz ähnlich wie der Konkurrent Eon seine Aufspaltung vor. Das Geschäft rund um Ökostrom, Netze und Vertrieb bündelt der Konzern in der neuen Tochter Innogy, die nach aktuellen Plänen noch in diesem Jahr an die Börse gehen soll.

          Befreit vom schwer angeschlagenen Großkraftwerksgeschäft verspricht sich das Management durch den Schritt neue finanzielle
          Möglichkeiten für Investitionen. In der Mutter-Gesellschaft, die auch langfristig die Mehrheit an Innogy halten und von deren Dividende profitieren soll, bleiben von den operativen Bereichen nur die Großkraftwerke und der Energiehandel.

          Am Mittwoch hatte der Wettbewerber Eon seine Zahlen vorgelegt. Der größte deutsche Versorger meldete einen Fehlbetrag von rund drei Milliarden Euro. Er will im Herbst sein Kraftwerksgeschäft abspalten und unter dem Namen Uniper an die Börse bringen.

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