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Arbeitsgerichts-Urteil : Volkswagens Kündigung einer Dieselmanagerin war unwirksam

  • Aktualisiert am

Die Kündigung einer Volkswagen-Managerin wegen des Dieselskandals war unwirksam. Bild: dpa

Wegen des Dieselskandals hat Volkswagen einer Managerin gekündigt. Das war unwirksam, hat nun das Arbeitsgericht Braunschweig geurteilt. Die Begründung: Die Kündigung war zu spät.

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          In einem von mehreren Kündigungsschutzverfahren im Zusammenhang mit dem Dieselskandal hat Volkswagen am Donnerstag vor Gericht eine Niederlage erlitten. Das Arbeitsgericht Braunschweig erklärte die Kündigung einer ehemaligen Managerin für unwirksam, die nach Ansicht von Volkswagen an der Manipulation von Dieselmotoren beteiligt gewesen sein soll.

          Die frühere Abteilungsleiterin ist auch eine der Beschuldigten im Betrugsermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Zudem wies das Arbeitsgericht Schadenersatzforderungen von VW gegen die Frau zurück.

          Als Begründung verwiesen die Braunschweiger Richter auf den Zeitpunkt der Kündigung: Der Autohersteller habe der Managerin erst im vergangenen Jahr gekündigt, also erst rund drei Jahre nach Bekanntwerden ihrer Verwicklung in den Dieselskandal. Zu diesem Zeitpunkt sei aber das Kündigungsrecht verwirkt gewesen.

          Volkswagen teilte mit, das Unternehmen bleibe weiter der Auffassung, dass die Kündigung zurecht erfolgt sei. Daher werde es die genauen Urteilsgründe abwarten und dann prüfen, ob gegen das Urteil Berufung eingelegt werde.

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