https://www.faz.net/-gqe-7l9ag

Volkswagen : Sieben Milliarden Dollar, um in Amerika zu bestehen

  • Aktualisiert am

In Chattanooga im Bundesstaat Tennessee baut VW seit 2011 einen Passat für den amerikanischen Markt Bild: dpa

Obwohl VW in Amerika eigens produziert, sinken dort die Verkaufszahlen. Nun wollen die Wolfsburger unter anderem einen neuen Geländewagen auf den Markt bringen.

          1 Min.

          Volkswagen will mit milliardenschweren Investitionen und einem neuen Automodell den Umsatz in Amerika ankurbeln. „Als Konzern werden wir in den nächsten fünf Jahren mehr als sieben Milliarden Dollar in Nordamerika investieren“, sagte VW-Chef Martin Winter am Sonntag. Zudem will Europas größter Autobauer 2016 dort einen sportlichen Geländewagen (SUV) mit sieben Sitzen auf den Markt bringen.

          Die sieben Milliarden Dollar sind Teil eines bereits angekündigten mehrjährigen Investitionsprogramms. In der nächsten Woche wollen die Wolfsburger mit der Produktion des Golfs in mexikanischen Puebla beginnen. Am Montag beginnt die Detroit Motor Show, auf der sich auch VW präsentiert.

          VW will bis 2018 eine Million Fahrzeuge der Marken VW und Audi in Nordamerika verkaufen. Zu VW zählen außerdem die Marken Porsche, Bugatti, Lamborghini, Skoda und Seat. 2013 setzte der VW-Konzern 600.000 Fahrzeuge in Nordamerika ab.

          Sinkende Verkaufszahlen

          Volkswagen muss in Amerika das Steuer herumreißen. Nach anfänglichen Erfolgen beim eigens für die dortige Kundschaft entwickelten Passat sinken die Verkaufszahlen inzwischen seit einem Jahr. Denn die Platzhirsche von GM bis Toyota haben auf den selbstbewussten Emporkömmling aus Deutschland reagiert, der in Amerika zum Angriff geblasen hat, um sich in den nächsten Jahren an die Weltmarktspitze zu setzen. Sie bieten ihre Fahrzeuge inzwischen zu günstigeren Preisen und mit besserer Ausstattung an als Volkswagen.

          Am schmerzlichsten aber rächt sich, dass die Konzernleitung nach Meinung von Experten zu lange gezögert hat, ein weiteres Fahrzeug an den Start zu bringen. Wegen der niedrigen Benzinpreise sind in Amerika vor allem leistungsstarke Geländewagen und Pick-ups gefragt - und die hat Volkswagen nicht im Angebot.

          Weitere Themen

          Tübinger stimmen gegen Stadtbahn

          Bürgerentscheid : Tübinger stimmen gegen Stadtbahn

          Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer wollte eine im Umland geplante Regionalbahn durch die Innenstadt führen lassen. Doch die Idee ist gescheitert. Die Tübinger wollen nicht.

          Topmeldungen

          Die Ko-Vorsitzenden Habeck und Baerbock am Montag in der Bundespressekonferenz

          Nach F.A.Z.-Informationen : Grüne wollen Habeck als Vizekanzler

          Mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin sind die Grünen an ihren eigenen Ansprüchen gescheitert. Nun ist nach Informationen der F.A.Z. klar: Wird die Partei Teil der nächsten Bundesregierung, will sie Robert Habeck zum Vizekanzler machen.
          Olaf Scholz muss um eine Ampelkoalition kämpfen – auch gegen Strömungen in der eigenen Partei.

          Kommt die Ampel-Koalition? : Scholz und die irrlichternden SPD-Linken

          Olaf Scholz braucht für eine Ampel die FDP. So ganz scheint man dies in der SPD-Linken aber noch nicht verstanden zu haben. Auch die Überlegungen, die Grünen seien natürlicher Koalitionspartner, könnten sich als voreilig erweisen.
          Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der Freien Wähler, kurz vor seiner Stimmabgabe am Sonntag

          Kleine Parteien : Der erstaunliche Erfolg der Sonstigen

          Die Freien Wähler sind vor allem im CSU-Stammland erfolgreich. Die Querdenker-Partei feiert in Baden-Württemberg ihren größten Erfolg. Kleinstparteien gehen gestärkt aus der Bundestagswahl hervor.
          Das Gemälde „Girl with balloon“ von Banksy schnitt ein eingebauter Schredder während einer Auktion in Streifen. Nun will Sotheby’s das Bild für 6 Millionen Pfund versteigern.

          Sotheby’s-Chefauktionator : „Wie hat Banksy das angestellt?“

          Als Chefauktionator von Sotheby’s versteigerte Oliver Barker das geschredderte Werk „Girl with balloon“ von Banksy. Im Interview erzählt er von der verrücktesten Versteigerung seines Lebens – und gibt Tipps zum Bilderkauf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.