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F.A.S. exklusiv : Vodafone stoppt Werbekampagne mit Özil

  • Aktualisiert am

Vodafone zahlt nun „nur“ 21.000 Euro an Mesut Özil. Bild: dpa

Erste Werbeclips waren schon abgedreht – doch der Mobilfunkanbieter fürchtet um seinen Ruf und stoppt die gesamte Kampagne mit Mesut Özil. Das hat auch finanziell deutliche Folgen für den ehemaligen Nationalspieler.

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          Kein Anschluss für Mesut Özil: Der Telefon-Konzern Vodafone hat die fest verabredete Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Fußball-Star gestoppt. Dies berichtet die Frankfurter Allgemein Sonntagszeitung unter Berufung auf das Unternehmen. Vodafone ist demnach von einer geplanten Werbe-Kampagne mit Mesut Özil abgerückt. Schon vor der WM hatte der britische Mobilfunkanbieter erste Werbe-Clips mit dem Fußballer und seinem Hund Balboa produziert. Nach den Bildern des damaligen Nationalspielers mit dem türkischen Präsidenten Erdogan hat Vodafone diese aber eingestampft.  

          „Mit der Kampagne hätten wir in der massiven Diskussion im Netz mit unserer Botschaft nicht mehr durchdringen können", erklärt ein Sprecher gegenüber der F.A.S. Geplant waren neben dem WM-Video auch mehrere Postings und Stories auf den sozialen Kanälen des Sportlers. Die Kooperation hätte sich finanziell im niedrigen sechsstelligen Bereich bewegt, heißt es im Umfeld des Spielers. So sind nur 21.000 Euro Aufwandsentschädigung für die Dreharbeiten an Özil geflossen. Hinter dem Schritt steckt die Sorge des Mobilfunkkonzerns, in die politische Debatte um den Spieler verwickelt zu werden.

          Lesen Sie den gesamten Text von Bettina Weiguny über die Marke Özil ab 20 Uhr im E-Paper der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Auch Daimler hatte nach Özils Darstellung „vielfältige Aktivitäten“ kurzfristig storniert. Nach dem Eklat um die Fotos von Erdogan mit Özil und Gündogan sei er nachträglich aus Werbekampagnen entfernt worden, schrieb Özil über den DFB-Sponsor: „Für sie war es nicht länger gut, mit mir gesehen zu werden. Sie nannten diese Situation Krisenmanagement.“ Gleichwohl hat Özil weiterhin einen laufenden Vertrag als Markenbotschafter mit Mercedes.

          Adidas hielt auch nach dem Rücktritt von Özil an seinem Aushängeschild fest. „Wir bedauern, dass Mesut Özil nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft spielen wird", sagte ein Sprecher am Montag in Herzogenaurach. „Als Markenbotschafter bleibt er selbstverständlich ein Mitglied der adidas Familie.“ Özil trägt seit 2013 Adidas-Fußballschuhe, Grundlage ist ein millionenschwerer, noch bis 2020 laufender Vertrag.

          In der Stellungnahme zu seinem Rücktritt hatte der 29-Jährige den Nationalmannschafts-Sponsor Adidas in Schutz genommen. Der Schuhsponsor habe sich nach der Kritik an Özils Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan „extrem loyal verhalten“, schrieb er.

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