https://www.faz.net/-gqe-9od40

In Deutschland : Viele neue Biotech-Medikamente zugelassen

  • Aktualisiert am

Immer mehr Medikamente werden biotechnisch hergestellt. Bild: Reuters

Deutsche Unternehmen sind immer eifriger, wenn es um die biotechnische Herstellung von Medikamenten geht. Für das vergangene Jahr melden sie einen Spitzenwert.

          1 Min.

          In Deutschland werden immer mehr neue Medikamente biotechnologisch hergestellt. 2018 waren unter den 65 Neuzulassungen insgesamt 38 Biopharmazeutika, ein Allzeithoch, wie aus einem an diesem Dienstag veröffentlichten Branchenreport „Medizinische Biotechnologie“ des Verbands der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) hervorgeht.

          Damit seien allein im vergangenen Jahr so viele neue Arzneien aus Biotechlaboren gekommen wie sonst normalerweise in zwei Jahren, hob vfa-Vorsitzender Frank Mathias hervor. Dabei gewinnen vor allem Biosimilars – also kostengünstigere Nachahmerprodukte von Biotechmedikamenten – an Bedeutung. Ihr Umsatzanteil liegt bereits bei 38 Prozent.

          Die Umsätze mit Biopharmazeutika legten 2018 insgesamt um knapp zwölf Prozent auf 11,4 Milliarden Euro zu, während der gesamte Medikamentenmarkt nur um sechs Prozent wuchs. Binnen zehn Jahren konnten sie sich damit mehr als verdoppeln.

          Der umsatzstärkste Bereich sind dabei Immunologiepräparate etwa zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose, gefolgt von Krebsmedikamenten. Die Onkologie bleibt aber mit Abstand der größte Entwicklungsschwerpunkt der Branche, in keinem anderem Gebiet befinden sich mehr Wirkstoffe in der klinischen Entwicklung.

          Die Zahl der biopharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nimmt weiter zu, um mehr als vier Prozent 2018. Sie beschäftigen rund 49.700 Mitarbeiter, ein Plus von fast sechs Prozent.

          Weitere Themen

          Hat der saudische Kronprinz Jeff Bezos gehackt?

          Smartphone des Amazon-Gründers : Hat der saudische Kronprinz Jeff Bezos gehackt?

          Einem Bericht zufolge soll der Amazon-Chef von Muhammad Bin Salmans persönlichem Konto eine infizierte Whatsapp-Nachricht bekommen haben. Das wirft Fragen auf, ob es einen Zusammenhang zum ermordeten Dissidenten Jamal Khashoggi gibt. Und zu einem Boulevardskandal um Bezos.

          Trump und Thunberg auf Konfrontationskurs Video-Seite öffnen

          Davos : Trump und Thunberg auf Konfrontationskurs

          Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos ist der amerikanische Präsident Donald Trump auf Konfrontationskurs zur Klimaaktivistin Greta Thunberg gegangen. „Wir müssen die ewigen Propheten des Untergangs und ihre Vorhersagen der Apokalypse zurückweisen“, sagte er.

          Neue Konkurrenz belastet Netflix

          Videodienst : Neue Konkurrenz belastet Netflix

          Der Videodienst liegt über seiner eigenen Prognose, gewinnt mehr Abonnenten als erwartet und schneidet vor allem in Europa gut ab. Auf dem Heimatmarkt jedoch sieht sich Netflix neuer Konkurrenz gegenüber.

          Topmeldungen

          Amazon-Chef Jeff Bezos Mitte Januar bei einem Firmenevent im indischen Neu Delhi.

          Smartphone des Amazon-Gründers : Hat der saudische Kronprinz Jeff Bezos gehackt?

          Einem Bericht zufolge soll der Amazon-Chef von Muhammad Bin Salmans persönlichem Konto eine infizierte Whatsapp-Nachricht bekommen haben. Das wirft Fragen auf, ob es einen Zusammenhang zum ermordeten Dissidenten Jamal Khashoggi gibt. Und zu einem Boulevardskandal um Bezos.

          Arbeitgeber in Panik : Keiner kennt die Kosten der Grundrente

          1,5 Milliarden Euro könnten für die Grundrente womöglich nicht ausreichen, fürchten die Arbeitgeber. In der Union rumoren die Parlamentarier. Doch die Unions-Minister unternehmen keine hörbaren Anstrengungen mehr.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.