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Verzicht auf Angebot : TUI stoppt Übernahmepläne für TUI Travel

  • Aktualisiert am

Europas größter Reisekonzern TUI hält bereits 56,4 Prozent an der britischen TUI Travel Bild: dpa

Europas größter Reisekonzern Tui hat überraschend erklärt, die britische Tochtergesellschaft Tui Travel nicht vollständig übernehmen zu wollen. Die Hannoveraner hatten die Briten wegen einer möglichen Übernahme kontaktiert. Bis Februar musste Tui nun offziell seine Absicht erklären oder verzichten.

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          Die TUI AG will ihre britische Tochter TUI Travel nicht übernehmen. Der Hannoveraner DAX-Konzern erklärte am Mittwoch überraschend, dass er kein Angebot für TUI Travel abgeben werde. „Diese Entscheidung basiert auf der Einschätzung, dass eine aktienbasierte Transaktion auf dem gegenwärtigen Austauschverhältnis nicht den Interessen der TUI-Aktionäre entspricht“, teilte Tui am Mittwoch mit. „Unabhängig davon, wird die TUI AG ihre Rolle als Mehrheitsaktionär uneingeschränkt fortsetzen, um Wertpotentiale und Nutzen innerhalb der TUI-Gruppe zugunsten aller Aktionäre und weiteren Stakeholder der TUI AG zu heben“, hieß es weiter.

          TUI hatte die Tochter wegen eines Zusammenschlusses kontaktiert. Die Tochter hatte dem Mutterkonzern, der 56,4 Prozent an TUI Travel hält, bis zum 13. Februar Zeit gegeben, um eine feste Angebots-Absicht zu erklären oder davon Abstand zu nehmen. Eine Fusion könnte Europas größtem Reisekonzern Einsparungen von 500 Millionen Euro bringen, hatte Reuters von  zwei Insidern erfahren. Analysten veranschlagen das Sparpotential auf lediglich etwa 100 Millionen Euro.

          Reuters hatte zuvor über die Pläne einiger Großaktionäre des Reise-Marktführers mit Sitz in Hannover für eine Fusion mit der Tochter berichtet. „Die Idee ist, zwei Unternehmen aus der gleichen Branche zusammenzubringen“, erläuterte ein Insider aus dem Umfeld eines der größten Aktionäre. Favorisiert werde derzeit ein sogenannter Reverse Takeover, bei dem TUI Travel den Mutterkonzern TUI AG kaufe, hatten drei mit der Sache vertraute Personen Reuters gesagt. Nach Aussagen von TUI Travel soll ein Zusammenschluss bevorzugt als Aktien-Fusion ohne Aufschlag auf den Aktienpreis stattfinden. Bei solchen Deals erhalten die Alt-Aktionäre üblicherweise Anteilsscheine des neuen Unternehmens, aber kein Geld.

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