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Versicherung : Droht der Debeka ein Korruptions-Skandal?

  • Aktualisiert am

Debeka-Chef Uwe Laue Bild: dpa

Mitarbeiter des Versicherers Debeka haben offenbar jahrelang Adressen von Menschen gekauft kurz bevor diese verbeamtet wurden. Das geht aus einem Zeitungsbericht hervor. Die Debeka räumt Fehler ein.

          Gerät der große Versicherungskonzern Debeka in einen Korruptions-Skandal? Nach einem Bericht des „Handelsblatt“ sollen Mitarbeiter des Versicherers jahrelang Adressen von Menschen gekauft haben, die kurz davor standen, verbeamtet zu werden. Debeka-Mitarbeiter hätten sich dadurch einen großen Vorteil gegenüber ihren Konkurrenten verschafft, weil sie die frisch Verbeamteten viel eher ansprechen und ihnen Versicherungsleistungen anbieten konnten.

          Ein ehemaliger Debeka-Mitarbeiter wird in dem Bericht mit der eidesstattlichen Aussage zitiert, er habe Adressen genutzt, die sein Vorgesetzter gekauft habe: „Ob das legal war oder nicht, habe ich nicht gefragt. Die Adressen kamen ja von meinem Chef, sie waren für uns wie Gold.“ Die öffentliche Verwaltung wies den Vorwurf, man könne bei Behörden Daten über künftige Beamte kaufen, scharf zurück. Sie zu veräußern von Seiten der Behörden sei nicht erlaubt.

          Die Debeka reagierte mit einer Pressemitteilung. Debeka-Chef Uwe Laue räumte dabei ein, dass „in den 1980er- und 1990er-Jahren Vertriebsmitarbeiter auf eigene Rechnung Adressen potentieller Kunden erworben haben, die zwischen Mitarbeitern weiter verteilt wurden.“ Die Debeka selbst habe indes nie Daten angekauft.

          Laue war von 1994 bis 1998 selbst Vertriebschef der Debeka gewesen und äußerte sich auch selbstkritisch. „Auf der damaligen Führungsmannschaft fehlte die Sensibilität für diese datenschutzrechtliche Thematik“, ließ er sich zitieren.

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