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Versicherer Allianz : 2,2 Milliarden Euro Überschuss in drei Monaten

Ein operatives Ergebnis von 10 bis 11 Milliarden Euro wird die Allianz dieses Jahr erzielen, sagt ihr neuer Chef voraus. Bild: dpa

„Wir hatten einen sehr guten Start in das Jahr 2016“, sagt der Chef von Europas größtem Versicherer Allianz. Niedrige Zinsen, Turbulenzen an den Finanzmärkten - war da was?

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          An diesem Mittwoch wird der neue Allianz-Chef Oliver Bäte erstmals den Aktionären in der Hauptversammlung Rede und Antwort stehen. Dann wird der Nachfolger von Michael Diekmann in der Münchner Olympiahalle über ein Rekordjahr 2015 berichten, aber auch über einen Start in das Jahr 2016 mit niedrigerem Umsatz und Ergebnis.

          Henning Peitsmeier
          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Denn im ersten Quartal, das teilte Europas größter Versicherungskonzern bereits an diesem Montag mit, schrumpften die Erlöse um 6,4 Prozent auf 35,4 Milliarden Euro und auch der operative Gewinn fiel mit 2,8 Milliarden Euro um 3,5 Prozent niedriger aus als im Vorjahr.

          Grund zur Besorgnis ist das jedoch offenkundig nicht. Bäte peilt für das laufende Jahr unverändert ein operatives Ergebnis von 10 bis 11 Milliarden Euro an: „Wir hatten einen sehr guten Start in das Jahr 2016. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir unseren Ausblick für 2016 erreichen werden, auch wenn dieses Jahr ein herausforderndes Jahr für die Finanzdienstleistungsindustrie ist.“

          Sehr gut ist der Start für ihn auch deshalb ausgefallen, weil die Allianz außerhalb des operativen Geschäfts erhebliche Gewinne realisieren konnte. Deshalb stieg der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

          Das kam an der Börse wiederum sehr gut an, zumal mehrere Analysten mit einem Gewinnrückgang gerechnet hatten. Die Allianz-Aktie verteuerte sich direkt nach der Bekanntgabe am frühen Nachmittag um mehr als 3 Prozent, sie führte den Dax im Handelsverlauf an.

          Außerdem informierte die Allianz über eine Schaden-Kostenquote, die sich von 94,6 auf 93,3 Prozent verbessert hat. In der Lebens- und Krankenversicherung stieg die Neugeschäftsmarge auf 2,5 (1,5) Prozent, und im Asset Management ging das verwaltete Vermögen für Dritte von 1,28 auf 1,24 Billionen Milliarden Euro zurück.

          Als Folge der neuen „Solvency II“-Regeln, die die Kapitalausstattung stärker an den Risiken messen, sank die Kapitalisierung von 200 auf 186 Prozent. Den vollständigen Quartalsabschluss will die Allianz wie geplant am 11. Mai, eine Woche nach der Hauptversammlung, vorlegen.

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