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Vermögensverwalter Lochmüller : Dann platzte die Internetblase

Ralf Lochmüller Bild: Rene Schiffer

Nach vielen Jahren bei einer großen amerikanischen Investmentfirma wollte Ralf Lochmüller mit Lupus Alpha sein eigenes Ding machen. Kurz darauf platzte die Internetblase. Er gab trotzdem nicht auf.

          4 Min.

          Teamgeist, Erfolg, Zusammenhalt. Ralf Lochmüller bringt das Plakat vom Team-Meeting für die Strategiebesprechung 2025 nicht zufällig mit zum Gesprächstermin mit der F.A.Z. Sehr viele Wörter sind auf dem Plakat zu lesen und die drei genannten stechen groß heraus. Wer mit Lochmüller, dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden der Fondsgesellschaft Lupus alpha ein Gespräch führt, bekommt schnell mit, dass er es nicht mit Worthülsen hat. Sie sollen mit Leben ge­füllt sein, das was man neudeutsch „Teamspirit“ nennt, ist ihm wichtig. Wer das Plakat genauer untersucht, findet auch die Worte Currywurst, Spaß und Party Proofed. Sie deuten wohl auf diese besondere Stimmung im Team hin. Was für Erlebnisse hinter Skifreizeit, weicher Grappa und Fliege stecken, gehört vermutlich zum Betriebsgeheimnis. Von Lochmüller stammt das Wort „Currywurst“, der Mann ist gebürtiger Duisburger, Ehrensache.

          Goldgräberstimmung

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Lochmüller hat vor mehr als 22 Jahren Lupus alpha gegründet. Mit vier anderen Kollegen, die alle ihr Geschäft bei Invesco , einem großen amerikanischen Asset Manager, also Vermögensverwalter, ge­lernt haben. Es herrschte Goldgräberstimmung, denn im Jahr 2000 schlug die Stunde des Neuen Marktes. Ein Börsengang jagte den nächsten, Geschäftsideen wurden über Nacht zu Geschäftsmodellen und an der Börse zu Geld gemacht. „Diese Aufbruchsstimmung damals hat uns zur Selbständigkeit inspiriert“, sagt Lochmüller heute.

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