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Vermarktung des Frauenfußballs : 91.648 Zuschauer – und nun?

Barca-Spielerinnen bejubeln das 3:0: Wolfsburg hatte vor der Rekordkulisse keine Chance. Bild: EPA

Die Teams von Barcelona und dem VfL Wolfsburg spielten kürzlich vor einer Rekordkulisse. In Deutschland ist der Weg dahin noch weit. Doch es kommt Bewegung in die Vermarktung des Frauenfußballs.

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          Champions League im voll besetzten Camp Nou, ja, das hätte sie natürlich auch gerne gespielt, sagt Katja Kraus. Die heute 51 Jahre alte ehemalige Bundesliga- und Nationaltorhüterin hat 1998 ihre Karriere beendet. Dem Fußball aber ist sie treu geblieben – etwa als zeitweiliges Vorstandsmitglied beim HSV, Gesellschafterin bei Jung von Matt/Sports und nicht zuletzt als Mitbegründerin der Initiative „Fußball kann mehr“. Seit ihrer aktiven Zeit habe sich viel getan, aber: „Andere europäische Länder, allen voran England, sind, was die Professionalisierung und Vermarktung des Frauenfußballs angeht, schon weiter.“ Das gelte auch für Maßnahmen zur Gleichstellung. „Da gibt es in Deutschland noch viel zu tun.“

          Benjamin Fischer
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auch was die Zuschauerzahlen bei Topspielen angeht, fällt die Bilanz auf den ersten Blick ernüchternd aus. Mitte März empfing das Frauenteam des FC Bayern Paris St. Germain zum Viertelfinale der Champions League in der Allianz-Arena. Es war das erste Mal, dass die Frauen im 75.000 Zuschauer fassenden Stadion aufliefen. Bundesliga-Partien finden im Stadion des Nachwuchsleistungszentrums statt – Kapazität: 2500 Zuschauer.

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