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Streaming wird wichtiger : Disney will sich neu organisieren

  • Aktualisiert am

Baby Yoda in der Serie „The Mandalorian“ von der Streamingplattform von Disney Bild: Reuters

Im Gegensatz zu anderen Sparten hat das Geschäft mit der Plattform Disney+ in der Krise geboomt. Durch die Umstrukturierung wird dem Streamingdienst stärkeres Gewicht verliehen.

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           Der durch die Corona-Krise schwer gebeutelte Disney-Konzern organisiert sich neu. Durch die Umstrukturierung wird dem Streaming-Geschäft stärkeres Gewicht verliehen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Ganz im Gegensatz zu anderen Konzernsparten hat das Geschäft mit der noch relativ jungen Streamingplattform Disney+ in der Krise geboomt.

          In der neuen Struktur wird der Vertrieb aller Filme, Serien, Sportsendungen und anderer Inhalte in einer einzigen Konzernabteilung gebündelt. Diese Abteilung solle mit „einem gewissen Grad von Objektivität“ entscheiden, welcher Verbreitungsweg für die jeweilige Produktion für den Gesamtkonzern und die Aktionäre am günstigsten sei, erläuterte Disney-Chef Bob Chapek im amerikanischen Sender CNBC. Dadurch solle besser den Präferenzen der Konsumenten entsprochen werden.

          Die Neustrukturierung soll es laut Chapek den für die Inhalte zuständigen Managern erlauben, sich stärker auf die Produktion von Filmen und Serien zu konzentrieren, während das Vertriebsteam entscheidet, wo diese Inhalte am besten gezeigt werden – etwa im Kino, in den traditionellen Fernsehsendern oder den Streamingdiensten.

          Die Pläne für die Umstrukturierung wurden laut Chapek durch die Corona-Krise beschleunigt. In einem insgesamt düsteren Geschäftsumfeld war die im November 2019 gestartete Streamingplattform Disney+ für den Konzern ein Lichtblick. Viele Kinos mussten wegen der Pandemie schließen, während die Abonnentenzahlen von Disney+ und anderen Streamingplattformen stiegen.

          Wegen der Milliardenverluste in der Corona-Krise hatte der Konzern vor zwei Wochen die Streichung von 28.000 Jobs in Amerika angekündigt. Wegfallen sollen diese in Freizeitparks und auf Kreuzfahrtschiffen. Diese Konzernsparten wurden von der Krise besonders hart getroffen.

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