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Verkauf der Dresdner Bank : Allianz muss 1,2 Milliarden Euro abschreiben

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Für die Allianz hat der Verkauf der Dresdner Bank ein finanzielles Nachspiel in Milliardenhöhe. Steuerliche Verlustvorträge der Bank könnten nicht mehr genutzt werden.

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          Für die Allianz hat der Verkauf der Dresdner Bank ein finanzielles Nachspiel in Milliardenhöhe. Wenn die Tochtergesellschaft im kommenden Jahr wie geplant auf den neuen Eigentümer Commerzbank verschmolzen werde, könnten steuerliche Verlustvorträge (Deferred Tax Assets) der Bank von 1,2 Milliarden Euro nicht mehr genutzt werden, sagte eine Allianz-Sprecherin auf Anfrage.

          "Das wird im dritten Quartal zu einer einmaligen Belastung führen", kündigte sie an. Die Dresdner Bank steht in der Bilanz des Versicherers mit 10,2 Milliarden Euro. Der Verkaufspreis an die Commerzbank beträgt dagegen abzüglich eines Risikoschirms von knapp 1 Milliarde Euro nur 8,8 Milliarden Euro. Die Allianz hat im August wegen der Dresdner Bank schon ihre Gewinnprognose für 2008 und 2009 revidieren müssen. Die Bank hat wegen hoher Schäden aus der Finanzmarktkrise im ersten Halbjahr 1 Milliarde Euro Verlust erlitten.

          Analysten erwarten, dass die Allianz auch im kommenden Jahr Ergebnisbelastungen aus dem Verkauf der Bank hinnehmen muss. Voraussichtlich müssten Extrakosten von 600 Millionen Euro für die Restrukturierung der Dresdner Bank von der Allianz übernommen werden, schätzt Nick Holmes von Lehman Brothers. Die Allianz soll mit 29 Prozent Großaktionär der um die Dresdner Bank erweiterten Commerzbank werden. Mehrere Analysten kritisierten deshalb, dass der Versicherer auch weiterhin stark vom schwierigen deutschen Bankenmarkt abhängen werde.

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