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Verkauf der Antennen : Im UKW-Radio droht Sendepause

Ein altes Nordmende-Radio. Bild: Thiemo Heeg

Die Sendeantennen haben neue Eigentümer. Und die wollen viel Geld für den Sendebetrieb. Vielleicht werden einige Antennen abgeschaltet.

          3 Min.

          Es wäre ein Aprilscherz der üblen Sorte geworden. Aber wie es aussieht, wird das gute alte UKW-Radio doch auch im April erst mal seinen Dienst tun. Gerade noch rechtzeitig haben sich die Streithähne darauf verständigt, den Sendebetrieb aufrechtzuerhalten. Wie lange der Friede währt, ist jedoch eine andere Frage. Weil Hunderte von UKW-Antennen am Ostersonntag den Eigentümer wechseln und die Investoren auf massive Preiserhöhungen für die Ausstrahlung der Programme spekulieren, ist die Sendepause womöglich nur vertagt.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Die Bundesnetzagentur ist schon froh darüber, dass es jedenfalls „am Sonntag und in der nächsten Woche nicht zu kurzfristigen Unterbrechungen der UKW-Ausstrahlungen kommen wird“. So steht es in einem Schreiben von Behördenpräsident Jochen Homann an die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, die im Auftrag der Bundesländer versucht, die Wogen zu glätten. „Im Namen aller Länder“ hatte Staatssekretärin Heike Raab zuvor die Netzagentur und das Bundeskartellamt zur Hilfe gerufen, damit die rund 150 Millionen analogen Radiogeräte in Deutschland nicht verstummen.

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