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Verhandlungen : O2-Eigentümer will auch E-Plus kaufen

Straßenschild vor der Firmenzentrale der E-Plus Gruppe in Düsseldorf Bild: dpa

Die Marken O2 und Base könnten bald einen gemeinsamen Eigentümer haben: Der Telekommunikations-Konzern Telefónica verhandelt über einen Kauf.

          Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt deutet sich eine umfassende Konsolidierung an. Die Telekommunikationskonzerne KPN und Telefónica bestätigten am Montagabend in Pflichtmitteilungen Gespräche über einen Verkauf der KPN-Tochtergesellschaft E-Plus in Deutschland. Die spanische Telefónica ist hierzulande mit ihrer Marke O2 präsent; ihr wurde schon in der Vergangenheit immer wieder ein Interesse an E-Plus nachgesagt. Ein gemeinsamer Anbieter könnte den beiden in Deutschland dominierenden Mobilfunkunternehmen Deutsche Telekom und Vodafone besser Paroli bieten.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zuvor hatte die britische Wirtschaftszeitung „Financial Times“ über Gespräche zwischen KPN und Telefónica berichtet. Sie befänden sich in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Allerdings werde noch über letzte Details verhandelt, hieß es unter Berufung auf mehrere mit der Situation vertraute Personen. Deswegen könne das Geschäft auch noch scheitern. KPN formulierte seine Ad-hoc-Mitteilung vorsichtig: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist das Ergebnis noch nicht klar.“ Von Telefónica hieß es: „Die Details der möglichen Transaktion werden gegenwärtig noch verhandelt.“

          Die Übernahme könnte noch am Montag bekannt gegeben werden, hieß es.

          Als Kaufpreis sind angeblich 6 Milliarden Euro im Gespräch. Das mit Telefónica Deutschland fusionierte Unternehmen käme dann auf einen Wert von 16 Milliarden Euro. Analysten zufolge soll der Wert von E-Plus binnen eines Jahres von 8,5 auf 4,5 Milliarden Euro gesunken sein. Der Kurs der KPN-Aktie reagierte auf die Verkaufsspekulationen mit einem Sprung um 13 Prozent auf 1,80 Euro. Telefónica-Aktien gewannen in Madrid 1,3 Prozent und schlossen mit 10,06 Euro.

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