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Verdi : Primark geht Tarifbindung ein

  • Aktualisiert am

Primark-Filiale in Frankfurt Bild: Franziska Gilli

Der Abschluss der Verhandlungen ist ein wichtiges Signal für die Branche, sagt Verdi. Die Beschäftigten dürfen sich über teils deutlich höhere Stundenlöhne freuen.

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          Nach monatelangem Ringen einigte sich die Gewerkschaft Verdi in der Nacht zum Donnerstag mit Primark auf einen Tarifvertrag: Die 7000 Beschäftigten des Textildiscounters Primark werden künftig nach den Flächentarifen des Einzel- und Versandhandels bezahlt. „Es ist ein großer Erfolg und ein enorm wichtiges Signal für die gesamte Branche, dass Primark die Tarifbindung eingeht“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

          „Die Beschäftigten profitieren künftig von deutlichen Entgeltsteigerungen, besseren Zuschlags- und Sonderzahlungsregelungen sowie der Anerkennung ihrer Berufsjahre bei Primark, die für viele Beschäftigte zusätzlich zu spürbar mehr Entgelt führt.“ Allein letzteres bedeute für die Beschäftigten Lohnsteigerungen von teilweise drei Euro oder mehr in der Stunde.

          Die Einigung sieht vor, dass für die Primark-Beschäftigten ab dem kommenden Mai eine neue, verbesserte Entgelttabelle gilt. Nach einer abermaligen, zweiprozentigen Tariferhöhung zum 1. Oktober 2016 erfolgt dann die volle Anerkennung der regionalen Lohn- und Gehaltstarifverträge zum 1. Mai 2017. Allein die Anerkennung der bei Primark geleisteten Berufsjahre bedeutet für die Beschäftigten dabei laut Gewerkschaft Entgeltsteigerungen von zum Teil drei Euro oder mehr in der Stunde.

          Die volle Anerkennung der manteltariflichen Regelungen erfolgt dann zum 1. Mai 2018. Bis dahin werden auch hier stufenweise Angleichungen vorgenommen. So werden etwa ab Mai 2016 die Mehrarbeitszuschläge erhöht und ab Oktober 2016 Spätzuschläge eingeführt. Auch die Nacht- und Sonntagszuschläge sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden angeglichen und damit erhöht. Verdi hatte seit Juli in mehreren Runden mit Primark verhandelt.

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