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Verbraucherschutz : 500.000 Hoverboards wegen Explosionsgefahr zurückgerufen

  • Aktualisiert am

Skeptisch beäugt: Hoverboards sind schon länger umstritten. Jetzt werden viele von ihnen zurückgerufen. Bild: AFP

2015 noch ein beliebtes Weihnachtsgeschenk, werden die beliebten Skateboards nun zum Gesundheitsrisiko. Dutzende Zwischenfälle wurden gemeldet – die Akkus können explodieren.

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          Die amerikanische Verbraucherschutzbehörde hat mehr als eine halbe Million Hoverboards zurückgerufen. Bei den Brettern bestehe Brand- und Explosionsgefahr, teilte die Behörde am Mittwoch mit und warnte vor Verbrennungen. Insgesamt seien 99 Zwischenfälle mit den beliebten Freizeitgeräten gemeldet worden, die bis zu 20 Stundenkilometer schnell fahren können. Die Lithium-Ionen-Batterien könnten überhitzen und anfangen zu brennen oder sogar explodieren.

          Wer ein Hoverboard besitze, solle „ab sofort“ nicht mehr damit fahren, sondern sich an den Hersteller wenden, um - je nach Modell - das Gefährt gegen Erstattung des Kaufpreises zurückzugeben, es kostenlos reparieren zu lassen oder gegen ein neues einzutauschen.

          Betroffen sind der Behörde zufolge Hoverboards von zehn Herstellern, die zwischen Juni 2015 und Mai 2016 verkauft wurden - für Preise bis zu 900 Dollar (rund 800 Euro). Mehr als die Hälfte der zurückgerufenen Geräte sind von der Marke Swagway. Hoverboards waren im vergangenen Jahr ein beliebtes Weihnachtsgeschenk.

          Bereits im Dezember 2015 hatten mehrere amerikanische Fluggesellschaften die beliebten Bretter an Bord verboten. Schon damals war der Grund die Brandgefahr der Lithium-Ionen-Akkus. Tatsächlich handelt es sich bei den zurückgerufenen Brettern nicht um Hoverboards, wie man sie beispielsweise aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ kennt, da sie nicht über dem Boden schweben. Stattdessen handelt es sich um eine Art elektrisch betriebenes Skateboard mit zwei Rädern.

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