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Verbotene Abgassoftware : Südkorea verhängt Geldbuße gegen VW

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Südkorea hat angekündigt, die Importzulassung für Dieselautos von Volkswagen, Porsche und Audi zu widerrufen und Geldbußen in Millionenhöhe gegen die Unternehmen zu verhängen.

          Südkorea will wegen des Einbaus verbotener Abgassoftware die Importzulassung für Dieselautos der Marken Volkswagen, Audi und Porsche widerrufen. Zudem kündigte das Umweltministerium am Dienstag an, Geldbußen in Millionenhöhe gegen Audi Volkswagen Korea sowie Porsche Korea zu verhängen und bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige zu erstatten. Bei drei Modellen von Audi sowie jeweils einem VW- und Porsche-Modell sei verbotene Software zur Abgaskontrolle gefunden worden. Audi und Porsche gehören ebenfalls zum Volkswagen-Konzern.

          Audi Volkswagen Korea müsse mit einer Strafe von 7,9 Milliarden Won (5,9 Millionen Euro), Porsche mit vier Milliarden Won rechnen, hieß es. Insgesamt sind mehr als 10 200 Autos, darunter allein 6656 von Audi, betroffen, die zwischen Mai 2015 und Januar 2018 verkauft wurden. Die Modelle werden in Südkorea nicht mehr verkauft. Bei den Autos handelt sich um fünf Typen beziehungsweise Zertifizierungsnummern der Modelle A6 40 TDI, A6 50 TDI und A7 50 TDI von Audi, zwei Typen des VW Touareg und einem des Porsche Cayenne. VW hatte im September 2015 eingeräumt, rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge weltweit mit Software zur Manipulation von Abgaswerten ausgerüstet zu haben. Audi Volkswagen Korea erklärte, für die Autos gebe es Rückrufpläne, die noch von der Behörde gebilligt werden müssten.

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