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Corona-Totimpfstoff : Valneva kommt die späte Zulassung teuer zu stehen

Spätes Vakzin: In den Laboren von Valneva wurde ein Corona-Totimpfstoff entwickelt. Bild: Bloomberg

Der „Totimpfstoff“ galt als große Hoffnung. Die Zulassung kam spät, die Bestellmenge ist nun gering, der Hersteller Valneva muss Umsatzziele senken.

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          Für Valneva verlief das vergangene Jahr ganz und gar nicht so, wie es sich der französisch-österreichische Impfstoffspezialist erhofft hatte. Mehrfach verzögerte sich im europäischen Heimatmarkt die Zulassung seines Corona-Vakzins, das – da auf inaktivierten Viren beruhend – auch als „Totimpfstoff“ bezeichnet wird. Die Erwartungen von Anlegern zerbarsten, die Entwicklung des Aktienkurses spricht Bände: Zu Pandemiebeginn bei rund 3 Euro gestartet, ging es Ende November des vergangenen Jahres bis auf fast 30 Euro hoch. Doch seither ging es wieder rasant abwärts, aktuell notiert das an der Pariser Börse gelistete Papier bei knapp 10 Euro.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Finanziell macht Valneva weiter Verlust. Im ersten Halbjahr verdoppelte sich der Nettofehlbetrag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 171,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Börse quittierte das mit einem Tagesminus von mehr als 2 Prozent für den Aktienkurs. Dennoch bemüht sich Valneva-Chef Thomas Lingelbach um Zuversicht, nachdem die EU-Arzneimittelagentur nach monatelanger Verzögerung Ende Juni das Corona-Vakzin für die Altersgruppe der 18- bis 50-Jährigen freigegeben hatte. Vorige Woche kam dann auch mit der EU-Kommission eine Einigung über die Lieferung zustande.

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