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Bergbaukonzern aus Brasilien : Vale-Ingenieure warnten offenbar vor Dammbruch

  • Aktualisiert am

Diese Demonstrantin in Sao Paulo wirft dem Bergbau-Unternehmen vor, die Opfer auf dem Gewissen zu haben. Bild: AP

Schon im Oktober 2018 sollen Vale-Ingenieure vor einem höheren Dammbruch-Risiko gewarnt haben. Auch externe Prüfer schlugen Alarm. Der Aktienkurs des Konzerns verliert weiter.

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          Der brasilianische Bergbaukonzern Vale wusste offenbar schon Monate vor der Damm-Katastrophe an seiner Mine im Bundesstaat Minas Gerais, dass bei dem Bauwerk ein erhöhtes Einsturzrisiko bestand. Dies geht aus einem auf den 3. Oktober 2018 datierten internen Bericht hervor, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Bei dem Dammbruch im Januar waren mindestens 165 Menschen ums Leben gekommen.

          Vale erklärte, der Bericht sei von Fachingenieuren erstellt worden, die strenge Verfahren befolgen müssten. Es sei aber kein Bericht bekannt, aus dem ein unmittelbar bevorstehendes Einsturzrisiko hervorgehe. „Im Gegenteil, einheimische und ausländische Spezialisten haben dem Damm alle Sicherheits- und Stabilitätszertifikate bescheinigt.“

          Warnungen vor dem Unglück

          Am Freitag hatte es in Brasilien Berichte gegeben, wonach Mitarbeiter des Vale-Konzerns zwei Tage vor dem Unglück über Probleme bei Kontrollmessungen unterrichtet worden seien. Es habe einen E-Mail-Austausch zwischen Vale, dem TÜV Süd und einem externen Beratungsunternehmen gegeben. Mitarbeiter des TÜV Süd hätten zudem schon Monate vor dem Unglück auf Probleme mit dem Drainagesystem und fehlerhaften Messeinrichtungen hingewiesen, berichtete vergangene Woche die amerikanische Zeitung „Wall Street Journal“.

          Die in den Vereinigten Staaten gehandelte Vale-Aktie verlor am Montag weiter. Sie gab um bis zu 2,6 Prozent auf 11,10 Dollar nach.

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