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Unruhen vor der Wahl : Walmart entfernt Waffen und Munition von Verkaufsflächen

  • Aktualisiert am

Ein Walmart-Eingang in Pennsylvania Bild: Reuters

Walmart will mit dem Schritt Mitarbeiter und Kunden schützen. Kunden erhalten Waffen und Munition nur noch auf Anfrage. Vor der Wahl am Dienstag hat der Schusswaffenabsatz in Amerika Rekordwerte erreicht.

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          Der amerikanische Einzelhandelskonzern Walmart hat Munition und Waffen von Verkaufsflächen seiner Geschäfte entfernt. Hintergrund seien „Unruhen“ in einigen Gebieten, teilte das Unternehmen mit Sitz in Bentonville im Staat Arkansas am Donnerstag (Ortszeit) mit. Waffen verkauft es in etwa der Hälfte seiner rund 4700 Läden in den Vereinigten Staaten.

          Der Schritt sei eine Vorsichtsmaßnahme und diene dem Schutz von Mitarbeitern und Kunden, hieß es in der Stellungnahme. Gleichwohl seien Waffen und Munition auf Wunsch von Verbrauchern weiter zu haben.

          Zuletzt hatte es in Philadelphia nach tödlichen Polizeischüssen auf einen psychisch kranken Schwarzen tagelange Proteste und Vandalismus gegeben. Behörden reagierten mit einer nächtlichen Ausgangssperre.

          Schon nach dem Tod von George Floyd bei seiner brutalen Festnahme in Minneapolis und darauffolgenden teils gewaltsamen Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus ergriff Walmart ähnliche Maßnahmen. Im vergangenen Jahr stoppte der Einzelhandelskonzern den Verkauf von Munition für Handfeuerwaffen und Kurzlaufgewehre und verbot Kunden das offene Tragen von Waffen in seinen Geschäften auch in Bundesstaaten, in denen dies erlaubt ist.

          Der Schusswaffenabsatz in den Vereinigten Staaten hat vor der Präsidentschaftswahl am Dienstag Rekordwerte erreicht. Fachleute schließen Gewalt im Umfeld der Wahl nicht aus.

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