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Umstellung der Produktion : Trump greift zu Mitteln wie im Krieg

Ford-Fabrik im amerikanischen Dearborn im Bundesstaat Michigan: Entstehen hier bald Medizingeräte? Bild: Bloomberg

In Amerikas leeren Autofabriken könnten bald Beatmungsgeräte produziert werden. Auch in anderen Ländern geht man diesen Weg.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich am Mittwoch selbst wörtlich zum Kriegspräsident im Kampf gegen das Corona-Virus erkoren. In einer Pressekonferenz erinnerte er an patriotische Arbeiter, die während des Zweiten Weltkrieges in Fabriken übernachteten, um Kriegsschiffe schnell fertig zu stellen. Doch nicht nur die Rhetorik wird martialischer. Trump aktivierte ein Gesetz aus dem Korea-Krieg, das es ihm erlaubt, Unternehmen die Produktion wichtiger Güter zu befehlen. Er wolle zu dem Mittel nur in größter Not greifen, kündigte er an. Doch die könnte kommen.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
          Tobias Piller
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.
          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Auf der ganzen Welt fehlen wegen der Pandemie Beatmungsgeräte, Schutzkleidung, spezielle Gesichtsmasken, Brillen und Desinfektionsmittel, um nur die offensichtlichen Mangelwaren zu nennen. Die Produzenten arbeiten in der Regel an der Kapazitätsgrenze. Doch das reicht nicht. Kein Wunder, dass man sich nun auf ein Rezept aus Kriegszeiten besinnt. Volkswirtschaften stellten damals oft ihre Produktion auf sogenannte kriegswichtige Güter um, in der Regel auf Anweisung von Regierungen.

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