https://www.faz.net/-gqe-8m2qb

Abwicklung im Krisenfall : Amerikas Großbanken reichen Testamente ein

  • Aktualisiert am

Blick auf die großen Banken in Manhattan - sie haben den Aufsehern gerade Pläne überreicht, wie sie im Krisenfall untergehen können. Bild: dpa

Regierungen rund um die Welt wollen Banken nicht mehr mit Steuergeld retten müssen. Als Folge der Finanzkrise müssen große Geldhäuser selbst erklären, wie das gelingt.

          1 Min.

          Acht große Geldhäuser haben den amerikanischen Finanzaufsehern ihre Pläne zur Abwicklung in einem Krisenfall vorgelegt. Die Notenbank Federal Reserve und die Einlagensicherung FDIC prüfen die sogenannten Testamente nun, teilte die Zentralbank in Washington mit.

          Zu den Banken, die ihre Dokumente einreichen mussten, zählen unter anderen Goldman Sachs, Bank of America und JP Morgan. Die Institute hatten bereits mehrmals Annahmen präsentieren müssen, in denen sie erläutern, wie sie ohne Staatshilfe durch eine Krise kommen könnten.

          Die Aufseher haben damit gedroht, Konsequenzen - bis hin zu einer Aufspaltung - zu ziehen, sollten die Banken nicht ausreichend liefern. Noch ist nicht absehbar, wann die Aufseher ihre Beurteilung abgeben werden.

          Die Pläne sind eine Reaktion auf die im Jahr 2008 eskalierte Finanzkrise, als infolge des Untergangs der Investmentbank Lehman Brothers die Wirtschaft in eine Rezession geschlittert war. Die Regierungen wollen künftig nicht mehr in die Situation geraten, Banken mit Steuergeld retten zu müssen, wenn diese sich verspekulieren (“too big to fail“).

          Vielmehr sollen die Geldhäuser und ihre Eigentümer die Kosten selbst tragen und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte begrenzen. Ähnliche „Testamente“ müssen inzwischen auch in Europa ausgearbeitet werden.

          Weitere Themen

          Den Tech-Konzernen geht es glänzend

          Amazon, Apple & Co. : Den Tech-Konzernen geht es glänzend

          Amazon schafft einen weiteren Rekordgewinn, und Facebook beschleunigt sein Wachstum. Apple muss auf das nächste Quartal vertrösten – hat aber guten Grund zum Optimismus.

          „Massive" staatliche Hilfen für betroffene Branchen Video-Seite öffnen

          Finanzminister Scholz : „Massive" staatliche Hilfen für betroffene Branchen

          Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben die beschlossene Verschärfung der Corona-Maßnahmen als notwendig verteidigt. Sie betonten außerdem die massive staatliche Unterstützung für die von Schließungen betroffenen Branchen.

          Topmeldungen

          Warnschild in Ludwigsburg

          Debatte im Bundestag : Wer der Feind ist

          Kritik ist berechtigt und nötig. Eine „Corona-Diktatur“ ist Deutschland aber nicht. Auch die Opposition sollte in diesen Zeiten nicht überreagieren.
          Der Umsatz mit den iPhones verfehlt die Erwartungen. Tim Cook ist trotzdem optimistisch.

          Amazon, Apple & Co. : Den Tech-Konzernen geht es glänzend

          Amazon schafft einen weiteren Rekordgewinn, und Facebook beschleunigt sein Wachstum. Apple muss auf das nächste Quartal vertrösten – hat aber guten Grund zum Optimismus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.