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Untreueverdacht : Razzia bei der Bayern LB

  • Aktualisiert am

Unter Verdacht: Der frühere Bayern-LB-Vorstandsvorsitzende Werner Schmidt Bild: AP

Die Staatsanwaltschaft München hat die Räume bei der Bayern LB durchsucht. Es bestehe der Verdacht, dass die Bayern LB beim Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) einen überhöhten Preis bezahlt habe. Ermittelt wird offenbar gegen den früheren Vorstandsvorsitzenden Werner Schmidt.

          Die Staatsanwaltschaft München hat am Mittwoch die Räume bei der Bayern LB durchsucht. Es gehe um den Vorwurf der Untreue, sagte Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger. Es bestehe der Verdacht, dass die BayernLB beim Kauf der österreichischen Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) einen überhöhten Preis bezahlt habe und der Landesbank dadurch ein Nachteil entstanden sei.

          Die Razzia bei der Bayern LB richtet sich nach Angaben der Münchner Staatsanwaltschaft gegen den früheren Bankchef Werner Schmidt. Die Behörde teilte mit, es gebe umfangreiche Ermittlungen gegen Schmidt, der 2008 wegen hoher Verluste von Deutschlands zweitgrößter Landesbank im Zuge der Finanzkrise seinen Hut nehmen musste.

          Razzien auch in Luxemburg und Österreich

          An der Razzia seien 28 Staatsanwälte, 53 Beamte des Landeskriminalamtes und weitere 18 Polizeibeamte beteiligt gewesen. Es gab vier Durchsuchungsbeschlüsse des
          Amtsgerichts München. Zeitgleich zu der Durchsuchung in München habe es auch in Österreich und Luxemburg Razzien gegeben. Helmut Jamnig, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, sagte, in Österreich sei kein Ermittlungsverfahren in der Sache anhängig. Man habe den Deutschen geholfen.

          Ein Sprecher der Bayern LB bestätigte die Aktion und sicherte die Zusammenarbeit der Bank mit den Ermittlungsbehörden zu. Die Bayern LB hatte die HGAA 2007 zum Preis von über 1,6 Milliarden Euro gekauft. Sie hält dort 67,1 Prozent der Anteile. Die Bank war im Zuge der Finanzkrise in Schieflage geraten und musste im Herbst 2008 vom Staat mit 10 Milliarden Euro gestützt werden.

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