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Berater in der Krise : Chaostage bei McKinsey

Mehr Schatten als Licht: Die Unternehmensberatung McKinsey wechselt nach einer Serie von Skandalen ihre Führung aus. Bild: AP

Die Unternehmensberatung McKinsey wechselt nach einer Serie von Skandalen ihre Führung aus. Und wirft damit Fragen nach ihrem Reformwillen auf.

          4 Min.

          Es ist ein Führungswechsel von historischer Dimension: Die Unternehmensberatung McKinsey wird künftig nicht mehr von Kevin Sneader geführt. Nach nur einer der für McKinsey typischen Drei-Jahres-Amtszeiten wird er seinen Posten als „Global Managing Partner“ verlieren. Das kommt in dem traditionsreichen amerikanischen Unternehmen sehr selten vor. Wer es einmal auf diesen Spitzenposten schafft, kann sich dort üblicherweise für mindestens eine weitere Amtszeit halten.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.
          Tillmann Neuscheler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Sneaders Vorgänger Dominic Barton war neun Jahre im Amt, und es ist 45 Jahre her, dass einem McKinsey-Chef eine zweite Amtszeit verweigert wurde. Über die Besetzung des Spitzenpostens entscheiden die rund 650 Seniorpartner, das Verfahren wird oft mit einer Papstwahl verglichen. Sneader hat es dabei nun nicht einmal in die Endauswahl geschafft. Medienberichten zufolge sind Bob Sternfels aus der Niederlassung in San Francisco und Sven Smit, der in Amsterdam sitzt, die beiden Finalisten.

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