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Lebensmittelverschwendung : Nicht alles für die Tonne

Krumme Gurken und Tomaten, die nicht der EU-Norm entsprechen. Bild: dpa

Berge von Lebensmitteln landen in Deutschland auf dem Müll. Hilfsorganisationen haben das Problem längst erkannt. Nun wollen auch Unternehmen mitmischen.

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          Das Leben im Überfluss endet an der Tür eines Frankfurter Clubs im Bahnhofsviertel. Einige Frauen und Männer mit Taschen und Rucksäcken stehen chaotisch aufgereiht vor einer noch verschlossenen Tür. Manche haben einen Rollkoffer dabei, verreisen wird von ihnen heute aber keiner. „Viele unserer Kunden verstecken die Lebensmittel im Trolley“, sagt Aydin Aslan. Er spricht immer von Kunden, die eigentlich keine sind. Denn sie bezahlen nur einen symbolischen Euro für die Lebensmittel, die sie heute bekommen. Aber Betroffene will hier keiner sagen. Aydin Aslan ist Ausgabenleiter der Frankfurter Tafel. Wie jede Woche verteilt die Hilfsorganisation Lebensmittel an Menschen, die bedürftig sind. Sie bekommen Nahrungsmittel, die sonst in der Tonne landen würden.

          Stefanie Diemand

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Seit über 25 Jahren rettet die Hilfsorganisation Lebensmittel vor dem Abfall, in Deutschland hat die Tafel das Thema beständig in die Öffentlichkeit gebracht. Seit über 25 Jahren ist auch die Mission der Tafel beständig: Lebensmittel retten und Bedürftigen helfen. „Die Tafeln sind die größten Lebensmittelretter in Deutschland, aber wir kommen an unsere Kapazitätsgrenzen“, sagt Jochen Brühl. Er ist Vorsitzender der Tafel Deutschland. Es fehle an Kühllagern, an hauptamtlichen Mitarbeitern. Kurz gesagt: Geld. „Die Tafeln könnten schon jetzt mehr Lebensmittel retten.“

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