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Vorgehen der Unternehmen : Wie hältst du’s mit Russland?

Ein Supermarkt in St. Petersburg, Russland. Bild: AP

Mehr als 600 westliche Unternehmen haben den russischen Markt verlassen. Wer bleibt, muss sich rechtfertigen. Doch gibt es überhaupt ein richtig oder falsches Handeln? Eine Analyse über die Krux mit der Moral.

          6 Min.

          Für Jeffrey Sonnenfeld ist der Fall ganz klar. Der Management-Professor an der amerikanischen Universität Yale erlebt, das sagt er selbst, gerade seine 15 Minuten Ruhm. Sonnenfeld veröffentlichte kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine eine Liste darüber, welche westlichen Unternehmen sich aus Russland zurückgezogen haben – und welche nicht. Diese sorgt für reichlich Gesprächsstoff, das weiß auch Sonnenfeld. Die „Liste der Schande“, wie sie häufig genannt wird, führte zu zahlreichen Medienanfragen, Gastbeiträgen und Interviews mit renommierten Medien aus aller Welt. Mit seiner Meinung hält Sonnenfeld sich nicht zurück, im Gegenteil: „Wenn Unternehmen Russland nicht boykottieren, boykottieren Sie die Unternehmen“, endet ein Meinungsstück von Sonnenfeld in der „New York Times“.

          Stefanie Diemand
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Nach Sonnenfeld gibt es für Unternehmen in Russland wegen des Ukrainekriegs nur eine richtige Entscheidung: sie müssten das Land sofort verlassen. Aber stimmt das wirklich? Mehr als 600 Unternehmen haben bisher den Rückzug angetreten – während einige pausieren, wollen andere dem Land ganz den Rücken kehren. Doch andere bleiben – bis heute. Unternehmen wie Metro , Globus oder Liebherr .

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