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Under Armour : Sportartikelhersteller verbietet Strip-Club-Besuche auf Firmenkosten

  • Aktualisiert am

Basketballer der Texas Tech Red Raiders tragen Aufwärmshirts der Marke Under Armour. Bild: AFP

Nach Firmenevents noch auf Unternehmenskosten in den Strip-Club? Bei Under Amour soll das lange gängige Praxis gewesen sein. Das soll nun wohl der Vergangenheit angehören – genauso wie sexistische Praktiken.

          Der amerikanische Sportartikelhersteller Under Armour ist einem Zeitungsbericht zufolge dagegen vorgegangen, dass Mitarbeiter weiter Besuche in Strip-Clubs auf Firmenkosten abrechnen. Diese Praxis sei lange Zeit üblich gewesen, erst in diesem Jahr habe der Konzern Angestellte per E-Mail darauf hingewiesen, dass sie nicht mehr länger geduldet werde, schrieb das „Wall Street Journal“ (Dienstag) unter Berufung auf eingeweihte Kreise im Unternehmen.

          Dem Bericht nach sind Mitarbeiter, darunter Führungskräfte wie Vorstandschef Kevin Plank, nach Firmen-Events mit Sportlern und Kollegen öfters in Strip-Clubs gegangen – das Unternehmen habe in vielen Fällen die Kosten dafür übernommen. Das Verhalten sei symptomatisch für Zustände gewesen, die Frauen bei Under Armour als erniedrigend empfunden hätten. So sollen Manager etwa jüngere Kolleginnen – je nach deren „Attraktivität auf männliche Gäste“ – zu exklusiven Partys auf einem Anwesen Planks eingeladen haben.

          Under Armour stritt die Vorkommnisse in einem Statement gegenüber der Zeitung nicht ab. „Wir können und werden es besser machen“, teilte Gründer und Chef Plank mit. Die Mitarbeiter verdienten ein respektvolles Arbeitsumfeld. Er glaube, dass „systemische Ungleichheit“ ein globales Problem sei, so Plank weiter – bei Under Armour sei bereits ein bedeutender kultureller Wandel im Gange. Auch der große Rivale Nike hatte dieses Jahr mit Berichten über Sexismus-Vorwürfe und Diskriminierung für Aufsehen gesorgt.

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