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Umweltschutz : Singapur verbietet neue Datenzentren

Singapur will umweltfreundlicher werden: Arbeiter verlegen Kabel für eine schwimmende Solaranlage auf See vor der Nordküste des Landes. Bild: AFP

Die Nachfrage nach Daten-Knotenpunkten ist ungebrochen. Doch diese verbrauchen mehr Energie als der kleine Stadtstaat bereitstellen will und kann. Die Branche muss umdenken.

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          Einer der wichtigsten Knotenpunkte für die weltumspannende Datenindustrie macht die Tore dicht: Auf unabsehbare Zeit will der südostasiatische Stadtstaat Singapur keine Rechenzentren mehr genehmigen. Der Grund: Die Herzstücke des digitalen Verkehrs verbrauchen enorm viel Energie und belasten die Umwelt. Auf der ganzen Welt wird nach immer größeren Kapazitäten gesucht – der Datenverkehr wird getrieben durch Corona, digitale Währungen, aber auch dem Aufbau Künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge. Auch die niederländische Metropole Amsterdam hatte 2019 einen Bann für neue Zentren verhängt – der aber dauerte nur ein Jahr.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          In der Vergangenheit hat die Metropole Südostasiens einhundert Rechenzentren unter anderem von Amazon, Facebook oder Tencent angelockt. Die Analysten von Cushman & Wakefield führen den kleinen, reichen Stadtstaat als Nummer fünf weltweit unter den Datenzentren, ihre Wettbewerber von Arcadis sehen ihn sogar als Nummer zwei nach Amerika. Denn die Stadt auf der Insel am Äquator gilt Investoren als sicher, ist aber zugleich über 24 Unterseekabel mit der ganzen Welt verbunden. Hier sitzt eine wachsende Finanzindustrie. Und der Staat förderte die Ansiedelung der Branche bislang.

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