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F.A.Z. exklusiv : Porsche-Piëch-Clan setzt Bentley Ultimatum

Mitarbeiter eines Bentley-Werkes in Crewe, Großbritannien inspizieren einen Bentley. Bild: Reuters

Bentley erlitt im Jahr 2018 einen Verlust. Das passt den Aufsichtsräten von Volkswagen überhaupt nicht. Sie erwarten schnell höhere Renditen – und haben einen Plan.

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          So deutlich melden sich die Porsches und die Piëchs als Mehrheitseigentümer bei Volkswagen selten zu Wort, wenn sie mit der Entwicklung einer Marke im Konzern nicht zufrieden sind. Ihr Sorgenkind: die Luxusmarke Bentley. Bentley, 1998 für knapp 1,5 Milliarden Mark von VW übernommen, entwickelt sich für die Wolfsburger zum Sanierungsfall. In den ersten neun Monaten 2018 ging der Umsatz zurück, es wurden deutlich weniger Autos verkauft. Und Bentley – das in der neuen Konzernstruktur von VW gemeinsam mit Porsche und Bugatti zur Gruppe der Luxusfahrzeuge zählt – erlitt im vergangenen Jahr einen Verlust.

          Carsten Germis
          (cag.), Wirtschaft

          „Wichtig ist, dass dort jede Marke einen vernünftigen Deckungsbeitrag erwirtschaftet“, sagte Wolfgang Porsche, der Sprecher des Porsche-Piëch-Familienclans, der F.A.Z. „Das ist bei Bentley momentan nicht der Fall, und wir sind damit nicht zufrieden.“ Jetzt haben die einflussreichen Volkswagen-Aufsichtsräte dem Unternehmen eine klare Vorgabe gemacht: „Das können nur ein bis zwei Jahre sein“, sagte Hans Michel Piëch, der neben Wolfgang Porsche für die Eigentümerfamilien spricht, die mehr als die Hälfte der Stammaktien von VW halten. Dann müsse Bentley den Turnaround geschafft haben.

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