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Modehandel : Russland ohne Zara und Co

Nach dem Rückzug zahlreicher großer Firmen stellt nun auch der Zara-Mutterkonzern Inditex wegen des Ukraine-Krieges den Betrieb in Russland bis auf Weiteres ein. Bild: dpa

Beliebte Modekonzerne wie Inditex und H&M schließen Filialen in Russland und stoppen Lieferungen. Andere Händler wollen ihre Läden noch offen lassen.

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          Immer mehr Modehändler verlassen den russischen Markt. Der spanische Textilkonzern Inditex , zu dessen acht Marken Zara, Massimo Dutti, Bershka und Pull & Bear gehören, zog am Wochenende nach. Der Konzern traf damit eine wirtschaftlich schmerzhafte Entscheidung, denn Russland ist nach Spanien der zweitwichtigste Markt. Inditex teilte am Samstag mit, dass man derzeit die „Kontinuität der Geschäftstätigkeit und der Handelsbedingungen in der Russischen Föderation nicht garantieren kann und die Tätigkeit in den 502 Geschäften (davon 86 Zara) und über den Onlinekanal in dem Land vorübergehend einstellt“.

          Aktienkurs im Sinkflug

          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.
          Stefanie Diemand
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Insgesamt sind das fast 8 Prozent aller mehr als 6600 Läden. Auf Russland, wo für die Gruppe mehr als 9000 Menschen arbeiten, entfallen rund 8,5 Prozent des operativen Gewinns der Gruppe. Vor der Pandemie erzielte das Unternehmen 2019 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 229 Millionen Euro, 2020 waren es 86 Millionen Euro. Nach dem russischen Einmarsch war der Aktienkurs in der vergangenen Woche zeitweise um rund 17 Prozent eingebrochen.

          INDITEX INH. EO 0,03

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          Nach der jüngs­ten Ankündigung stürzte er bis Mon­tagmittag um weitere vier Prozent auf den tiefsten Stand seit 2014 ab. In der Ukraine hat Inditex 79 Niederlassungen, in Belarus 13, die ebenfalls ihren Betrieb einstellten. Auch der spanische Textilkonzern Tendam mit Marken wie Cortefiel, Springfield, Pedro del Hierro und Women’s secret kündigte am Wochenende an, seine 50 Läden in Russland zu schließen. In Russland sind 131 spanische Unternehmen vertreten, in der Ukrai­ne sind es 27.

          Auch der polnische Konzern LPP pausiert in Russland. Die Unternehmensgruppe ist mit Marken wie Reserved oder Cropp auch in Deutschland bekannt. Neben der Schließung aller Fi­lialen will das Unternehmen keine Handelswaren mehr nach Russland liefern. Der russische Markt ist für das Modeunternehmen von großer Bedeutung. Knapp 50 Filialen betreibt LPP dort, rund ein Viertel des Filialnetzes.

          Zudem verkündete auch der amerikanische Modehersteller Levi Strauss & Co (Levi's) am Montag seine Geschäfte in Russland wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine vorübergehend einzustellen. Zuvor verkündeten schon H&M, Mango oder Asos, ihre Geschäfte auszusetzen. An­ders handhabt es das deutsche Unternehmen New Yorker. Der in Braunschweig ansässige Konzern betreibt rund 100 Filialen im Land. Während New Yorker seine Filialen in der Ukraine geschlossen hat, bleiben die Ge­schäfte in Russland bisher weiter ge­öffnet.

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