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Uhrenmesse „Baselworld“ : Aus der Zeit gefallen

Sehr viel Luxus: Stand von Patek Philippe auf der Uhrenmesse in Basel Bild: Bloomberg

Die größte Uhrenmesse der Welt kämpft ums Überleben. Denn ein großer Hersteller ist nicht mehr dabei. Derweil kursieren wilde Gerüchte um Rolex und Patek Philippe.

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          Es war ein Schlag in die Magengrube eines ohnehin schwer angeschlagenen Patienten: „Wir brauchen Basel nicht und haben es nie gebraucht“, sagte Nick Hayek in der vergangenen Woche. Hayek ist Chef des größten Uhrenkonzerns der Welt, der Schweizer Swatch-Gruppe. Und mit „Basel“ ist „Baselworld“ gemeint, die größte Uhrenmesse der Welt, die seit 1917 jedes Jahr in der Schweizer Stadt am Rhein stattfindet. Der Swatch-Konzern gehörte mit seinen 18 Uhrenmarken, darunter Omega, Breguet, Blancpain, Harry Winston und Longines, stets zu den Hauptausstellern in den edlen Basler Messehallen.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Schon als Hayek im Sommer vergangenen Jahres ankündigte, sich von dem wichtigsten Branchentreff der Uhrenwelt zurückzuziehen, schlug das wie eine Bombe ein. Kurz danach musste der Chef der Messebetreiberin MCH Hals über Kopf das Feld räumen. Der Abschied der Swatch-Gruppe mit ihrem Messebudget von 50 Millionen Franken war der dicke Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte – und der ganzen Welt vor Augen führte: Die Baselworld kämpft ums Überleben.

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