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Übernahme : Roboterbauer Kuka bekommt Garantien von den Chinesen

  • -Aktualisiert am

Immer im Einsatz: Kuka-Roboter im VW-Werk in Wolfsburg. Bild: dpa

Der Augsburger Roboterbauer Kuka soll von seinem chinesischen Großaktionär Midea übernommen werden. Das gefällt nicht jedem Politiker. Jetzt wollen die Chinesen Kuka zusätzliche Rechte einräumen.

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          Der bayerische Roboterhersteller Kuka bekommt offenbar langfristige Garantien von seinem chinesischen Großaktionär Midea, der die Firma übernehmen möchte. Nach Informationen der berichtet Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung aus Verhandlungskreisen steht eine entsprechende Investorenvereinbarung kurz vor dem Abschluss.

          Georg Meck
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Pakt soll demnach bis Ende des Jahres 2023 gelten. Alle Standorte weltweit werden bis dahin fest geschrieben, allen Beschäftigten ihre Stellen garantiert. Der Stammsitz der Gesellschaft bleibt Augsburg.

          Am Samstag hat der Kuka-Aufsichtsrat über die Vereinbarung beraten und Vorstandschef Till Reuter zu den neuesten Entwicklungen gehört. Nur noch letzte Details sind demnach mit den Chinesen zu klären, der Vertrag soll nach F.A.S.-Informationen schon in den nächsten Tagen unterschrieben werden. Damit soll die Unabhängigkeit des Kuka-Vorstandes unter dem neuen Eigentümer gewahrt bleiben. Auch bleibt die Kuka-Aktie an der Börse notiert, ein Delisting wird in dem Pakt ausgeschlossen. Dies garantieren die Chinesen selbst für den Fall, dass ihnen 100 Prozent aller Aktien angedient werden sollten.

          75 Prozent der Aktien sind nach deutschem Recht nötig für einen Beherrschungsvertrag –  auf diese Möglichkeit verzichten die Chinesen laut der Investorenvereinbarung mit Kuka bis zum Jahr 2023, egal wie viele Anteile sie am Ende ihrer Übernahmeanstrengungen tatsächlich kontrollieren. Die Kuka-Aktionäre haben noch bis Mitte Juli Zeit, sich zu entscheiden, ob sie ihre Anteile zu den gebotenen 115 Euro an die Chinesen verkaufen. Im Moment notiert der Kurs an der Börse deutlich darunter.

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