https://www.faz.net/-gqe-9q10d

Auch Brexit belastet : TUI leidet unter Boeing-737-Ausfall

  • Aktualisiert am

TUI landet trotz Schwierigkeiten sanft. Bild: Reuters

Die Unsicherheit über den Brexit und der Preiskampf in Spanien halten an. Das bekommt die Reisebranche zu spüren. Dennoch bleibt TUI optimistisch.

          Der Reisekonzern TUI spürt Gegenwind durch die Brexit-Unsicherheit und den Preiskampf im Spaniengeschäft. „Trotz des in 2019 bislang anspruchsvollen Marktumfeldes bleibt unser operatives Geschäft robust“, sagte Konzernchef Fritz Joussen. „Wir erwarten für das Gesamtjahr 2019 eine solide Entwicklung, das Ergebnis wird aber durch das Flugverbot für die 737 Max wie erwartet nicht an das Ergebnis des Vorjahres anknüpfen.“ Joussen bekräftige allerdings die Zielmarke. Demnach soll der bereinigte Gewinn (Ebita) um bis zu 26 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,18 Milliarden Euro liegen.

          Im dritten Quartal des Geschäftsjahres (April bis Juni) lag der operative Gewinn mit rund 101 Millionen Euro 46 Prozent unter dem Vorjahreswert. Allein die Belastungen wegen des Flugverbots des Boeing-Unglücksmodells 737 Max hätten sich allerdings auf 144 Millionen Euro belaufen. TUI rechnet wegen der Notfallmaßnahmen, um das Flugzeug-Modell im Sommerflugplan zu ersetzen, insgesamt mit bis zu 300 Millionen Euro an Kosten.

          Nach zwei Abstürzen wegen Fehlern in einer Software dürfen die Maschinen nicht mehr fliegen. Das Geschäft mit eigenen Hotels und Kreuzfahrten legte derweil weiter zu. „Die Abhängigkeit von den klassischen Reiseveranstaltern ist inzwischen deutlich niedriger als noch vor fünf Jahren“, sagte Joussen. Nach den ersten neuen Monaten (Oktober bis Juni) stieg der Umsatz um 2,5 Prozent und das bereinigte Ebita lag bei minus 199,7 (Vorjahr: minus 17,1) Millionen Euro.

          Weitere Themen

          Ölpreis auf Vier-Monats-Hoch Video-Seite öffnen

          Nach Drohnen-Angriff : Ölpreis auf Vier-Monats-Hoch

          Die Anschläge auf die Raffinerien in Saudi-Arabien haben den Ölpreis in die Höhe getrieben. Nun droht ein zusätzlicher Dämpfer für die Weltwirtschaft.

          Topmeldungen

          Öl-Land Saudi-Arabien : Die echte Angst nach dem Angriff

          Droht als Folge des Angriffs auf eine essentielle Raffinerie des größten Ölexporteurs der Welt eine Rezession? Nein. Die große Sorge ist eine andere.

          Brexit-Treffen : Johnson blitzt bei Juncker ab

          Der britische Premierminister Johnson hatte Zuversicht verbreitet, doch neue Ideen legte er in Luxemburg wieder nicht vor. Sein Gespräch mit EU-Kommissionschef Juncker blieb ohne Durchbruch.
          Haus an Haus: Bisweilen liegen Wunsch und Wirklichkeit zumindest räumlich sehr nah.

          Hohe Immobilienpreise : Vom Traumhaus zur Realität

          Die Suche nach Immobilien bringt immer mehr Stress mit sich. Doch vom freistehenden Einfamilienhaus träumen die meisten Deutschen. Und ein Eigenheim hat viele Vorteile.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.