https://www.faz.net/-gqe-9sd2c

Die Türkei und der Westen : Das schärfste Schwert gegen Erdogan

In Alanya scheint die Sonne: Vom Krieg in Syrien bleibt die Türkische Riviera bislang unberührt. Bild: Getty

Die Türkei kann es sich nicht erlauben, wegen Syrien ihre Geschäfte mit dem Westen zu gefährden. Deshalb gibt es Möglichkeiten, wie aus der Waffenruhe ein echter Frieden werden könnte – man muss sie nur nutzen. Eine Analyse.

          6 Min.

          Am Strand ist der Geschützdonner weit weg, nirgendwo sind Kampfjets zu hören, die Straßen sind nicht verstopft mit flüchtenden Zivilisten: Wer in den vergangenen Tagen Urlaub in der Türkei machte, ob an den Küsten oder in Istanbul, ob in Troja, Ephesos oder Milet, der bekam kaum etwas davon mit, dass sich das Land im Krieg befand – und noch befindet. Mitte vergangener Woche marschierten türkische Truppen in Nordsyrien ein, um die kurdische Miliz zurückzudrängen und um Platz zu schaffen für die Rückführung syrischer Flüchtlinge.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Deren Anwesenheit sorgt in der Türkei zunehmend für Spannung. Zwar gilt derzeit eine Waffenruhe zwischen Ankara und den kurdischen „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG). Aber zum einen gibt es Berichte, dass sie nicht hält, zum anderen ist zwischen den Kriegsparteien umstritten, in welchem Frontabschnitt sie gilt. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoglu sagte, die Offensive sei nur unterbrochen, nicht gestoppt. Und so könnten das Schießen bald schon wieder losgehen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung

          : blackweek20

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

           Der Sarg des getöteten Wissenschaftlers am Sonntag in der iranischen Stadt Mashhad

          Mord an Atomwissenschaftler : Ein Stich ins iranische Herz

          Der „Vater“ des iranischen Atomprogramms wird Opfer eines Anschlags. Kaum jemand zweifelt daran, dass Israel dahinter steckt. Das Attentat ist auch ein Fingerzeig für Joe Biden und seinen Umgang mit Iran.
          Hier soll Impfstoff abgefüllt werden: im Werk des Impfstoffherstellers IDT Biologika in Dessau-Roßlau

          Wer? Wann? Wo? : Was Sie über die Corona-Impfung wissen müssen

          Bald soll es losgehen mit der Impfung: Kann man sich aussuchen, welchen Impfstoff man bekommt? Wie wirken mRNA-Vakzine? Was ist mit Nebenwirkungen? Und muss man sich aktiv um einen Impftermin kümmern? Die wichtigsten Fragen und Antworten.