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Chiphersteller : TSMC prüft Bau einer Chipfabrik in Deutschland

Das Logo von TSMC in Taiwan: Taiwan Semiconductor Manufacturing ist der größte Auftragsfertiger für Halbleiter. Bild: REUTERS

Der größte Auftragshersteller von Computerchips erwägt eine Produktion in Deutschland. Die Pläne für eine Fabrik sind aber noch nicht entscheidungsreif.

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          Taiwan Semiconductor Manufacturing, der größte Auftragshersteller von Computerchips, hat bestätigt, dass eine Entscheidung über eine Fabrik in Deutschland noch nicht spruchreif sei. „Wir prüfen Deutschland ernsthaft“, sagte der Chef von TSMC, Mark Liu, auf der Hauptversammlung in Taipeh. Aber der Prozess befinde sich noch in einem eher frühen Stadium. TSMC werde weiter mit seinen wichtigsten Kunden in Deutschland darüber sprechen, sagte Liu.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Das Unternehmen erkundet in diesen Gesprächen, wie wichtig eine lokale Produktion für die Kundschaft ist. Mitte Juli hatte diese Zeitung schon berichtet, dass TSMC sich alle Optionen für eine Investition in Europa und in Deutschland offenhalte. Einen konkreten Plan, in Europa eine Wafer-Fabrik zu bauen, gebe es aber nicht.

          TSMC baut derzeit eine 12-Milliarden-Dollar-Fabrik im amerikanischen Arizona und plant einen Bau in Japan. Das Unternehmen sucht dabei langfristiges Interesse lokaler Kunden und auch finanzielle Unterstützung, um die im Ausland höheren Produktionskosten auszugleichen. „Wir werden sehr vorsichtig vorgehen“, sagte Liu mit Blick auf die angestrebte Expansion ins Ausland.

          Das Unternehmen hat das Gros seiner Chipproduktion in Taiwan konzentriert. Vor allem die fortschrittlichsten Chips stellt TSMC dort her, um zu verhindern, dass Konkurrenten sich die modernste Technologie aneignen können. Die Konzentration der Chipherstellung in Taiwan hat in Amerika, Europa und Japan Sorgen über die Liefersicherheit ausgelöst.

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